Target2 – Aladins wunderbare Kreditlampe

Viele haben schon mal was von Target2 gehört, aber nur wenige wissen, wie das Target-System im Euroland funktioniert. (Bild: Draghis Geist; Quelle: Pixabay). Hier wird es beschrieben. Target ist übrigens die Abkürzung für Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System. Das können Sie aber gleich wieder vergessen, außer Sie wollen bei Wer weiß denn sowas? teilnehmen. Target2 bedeutet, dass es die zweite Version von Target ist. Was Sie sich aber als einfachste Erklärung merken sollten, ist:

Target2 war als Buchungssystem für die effiziente Abwicklung grenzüberschreitender Überweisungen gedacht. Es ermöglicht aber zusätzlich unbegrenzte, derzeit zinslose Überziehungskredite ohne Rückzahlungsverpflichtung zwischen den Zentralbanken der Euro-Länder.

Für Sie als Privatmann oder für eine Firma gibt es ein derartiges Kredit-Schlaraffenland natürlich nicht, denn ihr Kreditrahmen bei ihrer Bank ist begrenzt und Sie zahlen für die Überziehung derzeit ca. 10 % Zinsen. Und Sie müssen natürlich ihre Schulden tilgen. „Der Geburtsfehler des Target2-Systems ist, dass, anders als beispielsweise im vergleichbaren System ISA der USA, kein jährlicher Saldenausgleich zwischen den Zentralbanken vereinbart wurde.“[4]

Target2 wurde übrigens vom Rat der EZB beschlossen, „ohne dass jemals ein demokratisch gewählter Abgeordneter damit befasst war.“[1]

Im Target2-System wird nur der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr in der €-Zone erfasst. Bei der Einführung des Target-Systems hatte es niemand für möglich gehalten, dass sich innerhalb dieses Systems gigantische Verbindlichkeiten und Forderungen bei den Länderzentralbanken aufbauen. Gedacht war das System nur für den vorübergehenden Ausgleich (sog. Clearing) des grenzüberschreitenden Geldverkehrs. Die Konten der Geschäftsbanken werden im Target-System täglich glattgestellt. Nur die Salden der Notenbanken werden nicht ausgeglichen.

In letzter Konsequenz sind die Target2-Salden das Ergebnis des Kaufs von Gütern und Vermögensobjekten in den Target2 Gläubiger Ländern, beispielsweise der BRD, durch Unternehmen und Privatleute aus Target2 Schuldner Ländern, beispielsweise Italien. Die erworbenen Aktien, Wertpapiere, Firmen und Immobilien sowie deren künftige Erträge gehören dann den ausländischen Käufern. Die Bundesbank bezahlt die Rechnungen und erhält dafür eine zinslose Target2-Forderung gegen das Eurosystem, die niemals fällig wird. Target2 erlaubt eine prinzipiell unbegrenzte Finanzierung von Leistungsbilanzdefiziten; die Salden geben aber nicht nur realwirtschaftliche Forderungen und Verbindlichkeiten wieder, sondern auch Kapitalflucht wie den Kauf einer Immobilie in Deutschland durch einen Euro-„Ausländer“.

Die hierfür erforderlichen Geldmittel können sich die Unternehmen und Privatpersonen günstig bei den Geschäftsbanken besorgen. Diese können sich wiederum nahezu kostenlos bei der eigenen Zentralbank refinanzieren.

Fazit: Es gibt keinen Transfer von Geld und auch kein direktes Schuldverhältnis zwischen den beteiligten Länderzentralbanken. Es verändern sich nur die Target2-Konten bei der EZB, und die Zentralbank des Verkäufers zahlt (das ist bisher in der Regel die deutsche Bundesbank). Der damit verbundene Verlust realer Vermögenswerte der BRD an das Ausland entspricht der Höhe der aktuellen Target2-Forderungen der BRD an das Eurosystem.

Die Target-Salden dokumentieren die wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen den Staaten der Eurozone (Wo wird produziert und verkauft? Wo wird konsumiert und gekauft?).

Für ein mit Target2 getätigtes Geschäft eines deutschen Verkäufers mit einem Käufer im EU-„Ausland“ ergibt sich: Der Verkäufer in Deutschland hat sein Geld bekommen, der Käufer hat seinen Kauf bezahlt (entweder auf Kredit oder mit Geld von seinem Konto), aber das Geld des Käufers fließt nur bis zu seiner Zentralbank und nicht weiter zur Bundesbank! Die deutsche Bundesbank muss den Verkäufer der BRD aus eigenen Mitteln bezahlen (= Gutschrift auf dem Bundesbank-Konto der Geschäftsbank des Verkäufers) und erhält dafür nur eine erhöhte Target2-Forderung an das Eurosystem. Unterm Strich sind dabei aus Deutschland reale Werte (Güter, Dienstleistungen, Häuser, Aktien, …) als Eigentum in des Euro-Ausland übergegangen.

Die katastrophale Wirkung des fehlenden Saldenausgleichs im Target-System kann man in seiner ganzen Tragweite folgendermaßen veranschaulichen: „Die deutsche Wirtschaft hätte in Höhe der Target Salden keine Waren exportieren müssen. Die Unternehmen hätten ihre Waren an die deutsche Bevölkerung verschenken können und die Bundesbank hätte den Gegenwert an die Unternehmen bezahlt. Wenn man diesen Transfer „Target“ nennen würde, dann würde die Bilanz der Bundesbank heute völlig identisch aussehen. Oder man könnte natürlich auch die Taget Salden umbenennen in „Geschenke an andere €-Länder“. Dies gilt natürlich nur, wenn man davon ausgeht, dass die Target Forderungen der Bundesbank unwiederbringlich verloren sind. Aber wer zweifelt ernsthaft daran?“ [4]

Die Target2-Salden betrugen Ende Dezember 2018: 1.345 Mrd €. Für rund 70% davon ist die BRD der Gläubiger. Zum Vergleich: Der deutsche Bundeshaushalt betrug 2017 ca. 320 Mrd. €.

Die Wirkung der immensen einseitigen und dauerhaften Kredite ist „… eine systematische Umlenkung des Sparkapitals der Euro-Kernländer in die GIPS-Staaten“[1]. Anders als z.B. in den USA, wo im ISA-System, das Target2 entspricht, einmal pro Jahr die Salden zwischen den Teilstaaten ausgeglichen werden müssen, gibt es in der EU keine Regeln für den Ausgleich der Target2-Salden; sie können unbegrenzt stehen bleiben und haben inzwischen eine schwindelerregende Höhe erreicht.

Deutschlands Bürger sind letztlich die Gläubiger für ca. 70% der Target2-Salden (Stand Ende 2018). Da die Schuldner, schwerpunktmäßig die GIPS-Staaten, nicht wie in den USA ihre Schulden durch geeignete eigene Vermögenswerte ausgleichen müssen, können die Gläubiger den größten Teil ihrer Guthaben wahrscheinlich abschreiben. Die Target2-Salden könnten wegen ihres inzwischen aufgelaufenen immensen Umfangs nur dann von den GIPS-Staaten ausgeglichen werden, wenn man dafür das Vermögen beispielsweise derjenigen verwendet, die sich dort mit Hilfe von Target2 bereichert haben.

Im Juni 2018 stiegen in Target2 „… die unbesicherten und letztlich auch uneinbringlichen Forderungen der Deutschen Bundesbank gegen das Eurosystem auf 956 Mrd. €. Der frühere ifo-Präsident, Prof. Hans-Werner Sinn, machte darauf aufmerksam, dass dies zu aktuellen Kursen rund 27 000 Tonnen Gold entspricht.“[3] Dieser Target2-Saldo dokumentiert, dass volkswirtschaftlich ein Abfluss von realen Vermögenswerten aus Deutschland ins europäische Ausland im Umfang von 956 Mrd. € erfolgt ist! Die BRD „wettet“ inzwischen insgesamt mit in Summe ca. 3 000 Mrd. € auf die Funktionsfähigkeit des Euro-Systems (Stand 2019): ca. 1 000 Mrd. Target2-Forderungen und
ca. 1 800 Mrd. andere Forderungen, verteilt auf „Zombie“-Staaten und -Unternehmen. Hinzu kommen 1 000 Mrd. weitere Außenstände. Wenn der Euro scheitert, sind diese Forderungen futsch.[2]

Welche weiteren Auswirkungen des Target2-Mechanismus gibt es? Mit den riesigen Krediten wird die drohende Insolvenz der GIPS-Staaten und der Banken, die Geldanlagen dieser Staaten halten, zu Lasten der mitteleuropäischen Staaten verschleppt. Dabei werden aber auch Vermögen unauffällig von Arm nach Reich verschoben. Das kann man folgendermaßen skizzieren: Aufgrund der massenhaften Gelderzeugung „aus dem Nichts“ sind die Zinsen im Euro-Raum auf 0% gesunken. Außerdem gibt es eine verdeckte, durch ständige Anpassungen des Warenkorbs künstlich klein gehaltene Inflation. Für alle Bürger, die etwas Geld gespart oder eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, verlieren deshalb diese Anlagen laufend an Wert. Wer aber so viel Geld hat, dass er sich Immobilien oder andere dauerhafte Geldanlagen leisten kann, nutzt die billigen Kredite für weitere derartige Investitionen. Das trifft vor allem auf die Vermögenden der GIPS-Staaten zu, deren Investitionen vor der Euro-Einführung durch hohe Kreditzinsen in ihren Staaten „gebremst“ wurden, und die danach sehr günstige Kredite aufgrund der auf den Euro übertragenen Bonität der D-Mark aufnehmen und damit investieren konnten.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Die deutschen Steuerzahler finanzieren mit Target2 auf unübersichtlichen Wegen das Vermögen der Reichen in den wirtschaftlich schwachen GIPS-Staaten, und sie dürfen auch noch dafür haften, sei es über Target2, ESM oder was auch immer der Phantasie der sog. „Euro-Retter“ eingefallen ist.

Was müssten die Politiker für eine verantwortungsbewusste Anwendung des Target2-Verfahrens tun? Die Vereinbarungen zum Target-System müssen um einen Satz ergänzt werden:

Künftig jährlicher Ausgleich der Target2-Salden, plus Umtauschplan für die bestehenden Salden (Ergänzung des Art. 22 der „Satzung des ESZB und der EZB“)

Dadurch wird der freie Kapitalverkehr und Warenaustausch in keiner Weise eingeschränkt. Auch wenn es nur sehr geringe Target 2-Salden gibt, kann der Verkehr von Waren und Dienstleistungen und Kapital ungehindert erfolgen. Dies war zu Beginn der Gemeinschaftswährung bis zur Finanzkrise der Fall.

 

Für Informationsmaterial und Erläuterungen zu Target2 sowie eine Überarbeitung des Textentwurfs bedanke ich mich sehr herzlich bei Christian Erdmenger. Er ist Diplomvolkswirt und war Direktor bei der Schweizer Rückversicherung Swiss Re.

Referenzen:

[1] H.-W. Sinn: Die Target-Falle – Gefahren für unser Geld und unsere Kinder, Hanser 2012

[2] M. Krall: Der Draghi-Crash, FinanzBuch Verlag 2017

[3] Smart Investor Weekly, Juni 2018

[4] Chr. Erdmenger: persönliche Information

 

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6 Responses to Target2 – Aladins wunderbare Kreditlampe

  1. Wilfried Müller sagt:

    Die T2-Salden sind ein schwieriges Thema, schön dass Günter da nachhakt. Die gesammelten Stände:
    31. Dezember 2017 Betrag: 906.941.417.444,22 Euro
    31. Januar 2018, Betrag: 882.051.841.960,72 Euro
    28. Februar 2018, Betrag: 913.989.050.687,57 Euro
    31. März 2018 Betrag: 923.466.081.285,58 Euro
    30. April 2018 Betrag: 902.364.255.816,66 Euro
    31. Mai 2018 Betrag: 956.150.392.473,37 Euro
    30. Juni 2018 Betrag:: 976.266.420.827,17 Euro
    31. Juli 2018 Betrag: 913.270.212.439,49 Euro
    31. August 2018 Betrag: 912.448.137.514,42 Euro
    30. September 2018 Betrag: 956.487.581.134,14 Euro
    31. Oktober 2018 Betrag: 927.555.162.351,79 Euro
    30. November 2018 Betrag: 941.129.687.295,84 Euro
    31. Dezember 2018 Betrag: 966.190.141.465,20 Euro
    31. Januar 2019 Betrag: 868.142.118.994,45 Euro
    28. Februar 2019 Betrag: 872.698.000.000,00 Euro
    31. März 2019 Betrag: 941.310.602.560,36 Euro
    30. April 2019 Betrag: 919.696.128.356,89 Euro
    Zwei Anmerkungen:
    – Laut Eurozone ist Deutschland nur für 27% zuständig, d.h. von den 1,5 Billionen sind es nur 400 Mrd. und nicht die 900 Mrd., die bei der Deutschen Bundesbank in den Büchern stehen. Aber wer glaubt, dass z.B. Italien irgendwas zahlen könnte?
    – Die T2-Beträge sind keine direkten Kredite. Wenn die Deutsche Bundesbank dafür Geld schöpft, nimmt z.B. die Banca d’Italia den entsprechenden Betrag aus ihren Büchern raus (Italien ist der größte Schuldner). Theoretisch gibt es also keinen Transfer. Wer die Heimlichkeiten EZB kennt, der ist allerdings nicht grundlos misstrauisch.

  2. Peter Englitz sagt:

    Ein sehr anschaulicher und trotz der Kürze aufgrund der Beispiele gut verständlicher Abriss der Target2-Problematik. Es gibt umfangreichere gute Abhandlungen (z.B. von Georg Quaas im „Wirtschaftsdienst“), die aber sehr viel mehr Papier und Zeit erfordern und eher kurzgefasste wie der von Werner Sinn oder Alice Weidel (beide FAZ), die aber zu wenig anschaulich und daher für die meisten Leser nicht überzeugend sind. Fazit: Nachdem sich Deutschland hat den Euro aufzwingen lassen und den Maastricht-Kriterien zugestimmt hat (ohne deren Einhaltung durchsetzen zu können), traut sich nun kein Politiker mehr, aus dem Euro auszusteigen, da dann die Target2-Forderungen fällig würden (dasselbe gilt natürlich auch für den Austritt eines der PIGS-Länder). DAS müsste der Hr. Weber von der CSU seinen Wählern sagen und nicht, dass mit ihm Europa sicher sein werde.

  3. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Target2 ist der Wahnsinn! Die Kritik an Target2 ist berechtigt: Die Bürger würden auch gerne einen Kredit aufnehmen ohne Zinsen und Sicherheiten und ihn später nicht mehr zurückbezahlen.
    Bei den Salden vom 31.12.2017 – 30.04.2019 wird einem schwarz vor Augen, beim Blick auf die Summen, kann man einen Herzinfarkt kriegen.

    JWG

  4. Günter Dedie sagt:

    Christian Erdmenger hat darauf aufmerksam gemacht, dass es dramatische Auswirkungen des Staatsanleihen-Aufkaufprogramms PSPP (März 2015 – Dezember 2018) auf Target2 gegeben hat. Wie erhöhen die EZB oder die anderen Euro-Zentralbanken das deutsche Targetsaldo über das PSPP (Public Sector Purchase Programme)?

    Die Bundesbank hat hierzu einen Gastbeitrag von Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im Handelsblatt vom 07.02.2017 veröffentlicht: „…Wie sich der Ankauf auf die T2-Salden auswirkt, hängt davon ab, in welchem Land der Verkäufer sein Konto führt … Jedoch findet ein Großteil der Gutschriften in wenigen Ländern statt und führt zu einem Anstieg der T2-Salden. Die Ankäufe der Bundesbank beispielsweise machen weniger als ein Viertel aus, jedoch erfolgen rund 60 Prozent aller Ankäufe des Eurosystems von Kreditinstituten, die ihr Target2-Konto bei der Bundesbank führen. Dabei handelt es sich vor allem um internationale Banken am Finanzplatz London…“

    Mit anderen Worten: Die EZB lässt von den Länderzentralbanken über das PSPP Staatsschulden der Euroländer aufkaufen. 60% dieser Staatsschulden aller Euroländer landen als Target2-Forderungen in der Bundesbankbilanz. Deutschland finanziert so die Staatsschulden anderer Länder. Obwohl die Bundesbank den Kauf der fremden Staatsanleihen bezahlt hat, sind die Staatsanleihen selbst – wie in Target2 üblich – Eigentum der Zentralbanken der anderen Euroländer und bringen dort Zinserträge. Die Bundesbank hat nur zinslose Target2-Forderungen an das Eurosystem, die wahrscheinlich nie beglichen werden. Die Salden des PSPP-Programms wurden in Target2 nach seinem Ende nicht ausgeglichen.

  5. Günter Dedie sagt:

    Seit der Finanzkrise 2008 sind den GIPS-Staaten (Griechenland, Italien, Portugal, Spanien) wegen ihrer reduzierten Bonität die marktgerechten Zinsen auf dem privaten Kapitalmarkt zu hoch. Sie lassen sich deshalb mit billigen Refinanzierungskrediten des EZB-Systems subventionieren. Dadurch gibt es ein Mehr an Zentralbankkrediten „über jedes Maß hinaus“ (H.-W. Sinn, s. Artikel). Die Banken müssen zwar werthaltige Vermögensgegenstände als Sicherheit hinterlegen, deren Bonitätsanforderungen wurden aber von Jahr zu Jahr von der EZB gesenkt. Der Geldabfluss dieser Länder aufgrund der Kredite muss mit der Notenpresse kompensiert werden; die Banken „erzeugen“ das von den Zentralbanken genehmigte Fiat-Geld. Das sind „verbotene“ Staatspapierkäufe des EZB-Systems. Sie gehen gegen den „erbitterten Widerstand“ (dto.) der Deutschen Bundesbank weiter, denn diese wird im EZB-Rat laufend von den Schuldnerländern überstimmt (1 Land = 1 Stimme: Malta mit 0,8 Mio. Einwohnern = BRD mit 82 Mio.!). Schäuble und Merkel sind der Bundesbank dabei in den Rücken gefallen, weil sie „die Target2-Problematik demonstrativ ignorierten“. (dto.)
    Um Staatsanleihen kaufen zu können wird von der EZB eine Lücke der Maastrichter Verträge ausgenutzt: Der „unmittelbare“ Kauf von Staatspapieren ist zwar verboten, der „mittelbare“ auf dem Geldmarkt wird aber von der EZB als erlaubt betrachtet. Die Wirkung auf die unerlaubte Staatsfinanzierung ist aber die gleiche. Bundespräsident Christian Wulff hat diese Praxis im August 2011 scharf gerügt. Im Februar 2012 wurde er unter fadenscheinigen Vorwänden (von denen er vor Gericht später freigesprochen wurde) von den Medien „demontiert“ und zum Rücktritt gezwungen. Zufall?

  6. Günter Dedie sagt:

    Mit Hilfe von Target2 und den sog. Rettungsschirmen wird in den €-Ländern das Vermögen (und damit auch Einkommen) auf korrupte Weise von den überwiegend produzierenden Ländern wie der BRD in überwiegend konsumierende Länder wie Griechenland und Italien transferiert.

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