Die hysterische Gesellschaft – der Klimawandel

Bild: Hannibal (Quelle: Wikimedia commons).

Der Newsletter Steingarts Morning Briefing ist ziemlich einflussreich, er erreicht derzeit nach eigenen Angaben rund 100.000 Menschen täglich, sein Podcast für Politik und Wirtschaft ist mit bis zu 400.000 Abrufen pro Woche in Deutschland führend. Am 31.5.19 hat er den Lesern verkündet: „Die Wissenschaft hat das Phänomen Klimawandel tief durchdrungen. Es gibt kein Erkenntnisdefizit.“ Da ich dem nicht zustimmen kann, habe ich Herrn Steingart folgende Frage gemailt:
„Wie kommt es, dass unter den abschmelzenden Alpengletschern immer wieder Bäume aus der römischen Warmzeit (um das Jahr 0 herum) auftauchen, obwohl der CO2-Gehalt der Luft seit Jahrtausenden etwa 270 ppm betragen hat und erst 1950 die Grenze von 300 ppm überschritten hat?“
Bis auf eine freundliche, relativ ausführliche Empfangsbestätigung seines Büros habe ich bisher keine Antwort bekommen.

Das „Klima“ beginnt in der Mainstream-Berichterstattung immer erst um 1880, weil die Temperatur seither zunimmt und den „richtigen“ Eindruck von der ständigen Erderwärmung vermittelt. (Außerdem beginnen um 1880 die modernen Aufzeichnungen zum Wetter.) Seither ist es allmählich um ca. 2° wärmer geworden. Das passt zur Hypothese von der menschengemachten Klimaerwärmung. Die Verhältnisse davor und deren Gründe werden aber fast immer konsequent verschwiegen. Der Temperaturanstieg und der Rückgang der Gletscher seit 1880 ist aber bisher nur als späte Folge der sog. Kleinen Eiszeit empirisch nachweisbar; der Einfluss des Treibhauseffekts durch CO2 ist wegen der kurzen Zeit seit 1950 (siehe oben) bisher noch weitgehend Spekulation.

Betrachtet man die Klimaentwicklung in der Zeit davor, so stellt man fest: Während der römischen Warmzeit um das Jahr 0 herum war es wärmer als heute und die Gletscher waren deutlich kleiner als heute[1]. Damals sind sogar weit über der heutigen Baumgrenze Bäume gewachsen, die man seit vielen Jahren unter den abschmelzenden Gletschern findet. Auch Hannibal wäre sonst wohl kaum mit seinen 37 Elefanten über die Alpen gekommen.

Während der Warmzeit des Mittelalters um das Jahr 1000 herum war es so warm, dass in England Wein angebaut wurde. Dazwischen gab es jeweils eine sog. kleine Eiszeit, in der es um ca. 2° C kälter war als in den Warmzeiten; die letzte um etwa 1800. In den kleinen Eiszeiten sind die Alpengletscher (sowie die anderen Gletscher und Eisschilde der Welt) abhängig von der Temperatur und dem mittleren Niederschlag gewachsen, in den Warmzeiten sind sie wieder geschrumpft. Wegen der immensen Größe der Gletscher und der geringen Temperaturänderung hat das aber Jahrzehnte bis Jahrhunderte gedauert. Als Ursache dieser periodischen Änderungen des Klimas wurde die periodischen Schwankungen der Sonnenaktivität nachgewiesen.

Auch in den Jahrtausenden vor der Zeitenwende sind die Wälder in den Alpen immer wieder deutlich höher hinauf gewachsen als heute. Vor ca. 7000 Jahren waren die Alpen offenbar gletscherfrei [1]. Auch aus der Warmzeit des Mittelalters wurden Bäume unter den heutigen Gletschern gefunden [2], und ebenso aus den Warmzeiten vor der Zeitenwende.

Bild 1: Temperatur auf der Nordhalbkugel der Erde seit 11 000 Jahren; Quelle: GFZ Potsdam.

Bild 2: Jahresmittel der Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 (eigene Grafik). Eine signifikant beschleunigte Erwärmung nach 1950 ist nicht zu erkennen.

Eine Änderung der Erdtemperatur ab 1950 durch den Treibhauseffekt aufgrund des erhöhten CO2-Gehalts der Atmosphäre (von ca. 270 ppm auf ca. 400 ppm (= 0,4 ‰)), die signifikant über den Temperaturanstieg im Rahmen der gegenwärtigen Warmzeit hinausgeht,  ist wegen der relativ kurzen Beobachtungszeit und der erheblichen statistischen Schwankungen des Klimas bisher empirisch nicht nachweisbar.

Bild 3: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit 10 000 Jahren, gemessen an den Eisbohrkernen der Antarktis bis 1958, danach Mauna Loa. Quelle: Scripps Institution of Oceanography.
Hinweise: 1. Im Original (oberer Bildteil) wurde der Nullpunkt der Daten unterdrückt. Das ist ein oft angewandter Trick, um einen bestimmten Effekt übertrieben groß darzustellen. Den korrekten Nullpunkt habe ich m. H. des unteren Bildteils ergänzt, vgl. die Zahlen am linken Rand.
2.  Erst seit 1950 beträgt der Anteil des CO2 mehr als 300 ppm.

Die Ergebnisse der Simulationen von Klimamodelle liefern bisher äußerst unterschiedliche Prognosen, weil die Modelle sehr komplex sind und das Klima voller nichtlinearer Abhängigkeiten steckt, die bei der Modellierung zu den bekannten Problemen des deterministischen Chaos nichtlinearer Prozesse führen.[3] Die Prognosen der bekannt gewordenen Modelle liefern Ergebnisse von 1 bis 6°C bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts der Atmosphäre, d.h. die Qualität der Prognosen und damit die der Modelle ist bisher völlig unzureichend.

Das entscheidende Problem ist aber, das alle Modelle an der Verifikation der Entwicklung des Klimas vor 1880 (bzw. 1950) scheitern, denn die CO2-basierten Modelle können die erheblichen Temperaturschwankungen in den Jahrtausende seit der letzten „großen“ Eiszeit (vgl. Bild 1) nicht wiedergeben, wenn der CO2-Gehalt seither fast unverändert bei ca. 270 ppm lag (Bild 3).

Die bekannteren „großen“ Eiszeiten, deren Zyklen zehntausende von Jahren dauern, haben übrigens ganz andere Ursachen: Sie sind die Folge von periodischen Änderungen mehrerer astronomischer Parameter wie die der Erdbahn und der Stellung der Erdachse.

Fazit: Die medial und regierungsamtlich erzeugte Hysterie in der deutschen Gesellschaft (und teilweise auch anderswo) wegen des Klimawandels, der eine Folge der Industrialisierung sein soll, ist nützlich für die Auflagen bzw. Einschaltquoten der Medien, die Wahlergebnisse der Grünen, die „Unverzichtbarkeit“ der Politiker und die Subventionierung der Geschäfte von Teilen der Industrie und der Landwirtschaft (z.B. für Biogas), die daran verdienen. In der Realität ist in den letzten Jahrtausenden nur ein Klimawandel feststellbar, der durch die Veränderungen der Energieproduktion der Sonne verursacht wird, und der wahrscheinlich derzeit wieder mal seinen Höchststand erreicht.

Literatur:

[1] Spiegel: Puzzle aus dem Eis; https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40474089.html

[2] H. Holzhäuser: Rekonstruktion von Gletscherschwankungen mit Hilfe fossiler Hölzer; Geographica Helvetica 1984 – Nr.1

[3] G. Dedié: Die Kraft der Naturgesetze – Emergenz und kollektive Fähigkeiten von den Elementarteilchen bis zur menschlichen Gesellschaft; Zweite Auflage, tredition 2015

 

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59 Responses to Die hysterische Gesellschaft – der Klimawandel

  1. Wilfried Müller sagt:

    Dem widerspreche ich mit Hinweis auf die große Mehrheit der Fachleute, die an den menschengemachten Klimawandel glaubt. Wie wenig Simulationsergebnisse über die Zununft aussagen, weiß ich allerdings aus eigener Erfahrung. Es wundert mich auch nicht, dass die Simulationen den Zustand vor 1880 nicht richtig abbilden, was aber nicht besagt, dass die Simulationen grundsätzlich falsch wären. Dass damals andere Einflüsse vorherrschten, muss ja nicht heißen, dass die jetzigen falsch erkannt werden.

    Gerade weil das Ganze so komplex ist, glaube ich den Fachleuten, weil, ich blicks nämlich nicht. Mir gibt aber das Bild 3 zu denken, das einen extremen Anstieg zeigt, auch wenn der durch den angefügten Teil etwas relativiert wird. Also nix 270 ppm konstant. Das Bild 2 hat für mich die Aussage, dass die Temperatur von 8 auf 10 Grad stieg.

    Ich mag mich auch Günters Fazit nicht anschließen, dass das alles nur Hysterie sei. Jaja, da ist schon viel Populismus dabei, und die Grünen sind eine Heuchlerpartei (Deutschlands CO2-Ausstoß verdammen, aber dafür sorgen, dass mittels Immigration noch mehr ausgestoßen wird). Dem letzten Satz, in den letzten Jahrtausenden sei nur ein sonnengemachter Klimawandel feststellbar, widerspreche ich nicht nur im Hinblick auf die Fachleute, die das Gegenteil sagen. Mir scheint es auch plausibel, dass eine nie dagewesene technische Zivilisation samt nie dagewesener Übervölkerung auch nie dagewesene Umwelteinflüsse hat.

    (Sind die Bilder eigentlich gemeinfrei?)

  2. Günter Dedie sagt:

    Lieber Wilfried, ob 2 x 2 = 4 falsch oder richtig ist, kann nicht demokratisch entschieden werden. Ebensowenig durch den „Glauben“ von Fachleuten. Andererseits ist es notwendig, Simulationsmodelle zunächst an den existierenden empirischen Daten zu verifizieren, bevor man sie für Prognosen anwendet. Ich habe auch nicht behauptet, dass das CO2 keine Rolle spielen kann, sondern nur, dass der Einfluss bisher noch nicht nachgewiesen werden kann. Nachgewiesen sind aber die Kalt- und Warmzeiten. Und wer sie verschweigt, verbreitet Desinformation.

  3. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Seitdem es die Grünen gibt, wird über Klimawandel und Umweltschutz und CO² diskutiert – vorher hat man davon nichts gehört – und jetzt drehen alle durch. Die Grünen können sich Jahrzehntelang dafür einsetzen, ändern wird sich nichts, sie erhöhen nur damit ihre Wählerschaft. Es werden durch Menschen viele Wälder und Regenwälder zerstört. Durchschnittlich filtert ein Hektar Wald jährlich 10 Tonnen Kohlendioxid! Der Mensch ist das Problem!

    Die Kreuzfahrtschiffe und Fischkutter und sonstige Boote belasten das Biotop der Meere. Raketen verbrennen Tonnen von Treibstoff in der Atmosphäre und damit für Klimawandel und Umweltschutz mit verantwortlich ist. Es gibt noch viele Beispiele dazu: Aber der schuldige ist ja gefunden, das Auto.

    Meine Meinung ist: Solange der Mensch ständig in die Natur eingreift, wird sich nichts ändern. Die Natur ist ein komplexes Phänomen, sie holt sich alles zurück, was der Mensch ihr genommen hat, z. B.: Unwetter, Sturm, Hitzeperioden und Trockenheit usw., gegen das der Mensch nicht ankommt.

    Umweltschutz: Alles wird überall weggeschmissen, im Wald, im Meer, auf einer Liegewiese, usw., aber die Grünen wählen und nach Umweltschutz schreien. Ich sage: Erst einmal an die eigene Nase fassen.

    JWG

  4. Frank Sacco sagt:

    Wie auch immer. Langfristig ist das Klima nicht zu beherrschen. Kommt wieder eine Eiszeit, wirds hier kalt, kommt eine Warmzeit, wodurch auch immer, geht Hamburg unter. Und Venedig.
    Diese Erde gibt keine Garantien heraus. Langfristig. Ist wie bei jeder Einehe.

  5. Günter Dedie sagt:

    Aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Verfassung der BRD sehe ich nur eine Lösung für „das Klima“: Die Grünen müssen ein Gesetz im Bundestag beschließen lassen, das die Sonne verpflichtet, ab sofort gleichmäßig zu scheinen, und vorab eine großangelegte „Kulturrevolution“ dazu in Gang setzen 😉

    • Johann Wolfgang Goethe sagt:

      Zu Günters Anmerkung, das die Grünen ein Gesetz im Bundestag beschließen lassen müssen, das die Sonne verpflichtet, ab sofort gleichmäßig zu scheinen hat, finde ich eine gute Idee.

      JWG

  6. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Da stimme ich Frank Sacco zu: Diese Erde gibt keine Garantien heraus.

    JWG

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  9. Paus sagt:

    Die Behauptung, CO2 ist für die Klimaerwärmung verantwortlich, ist der größte
    Schwindel der Menschheitsgeschichte und eindeutig bedeutender als der Ablass-
    Schwindel der katholischen Kirche im Mittelalter. Bis heute konnte zB niemals
    wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass CO2 eine Erderwärmung auslöst.
    Nachweislich ist in der Erdgeschichte immer erst die Temperatur angestiegen
    und danach hat sich der Anteil des CO2-Gehalts in der Atmosphäre erhöht.
    Diese widerwärtige Hysterie um die von Menschen verursachende Klimaer-
    wärmung wird die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in anderen
    Länder negativ gestalten. Dagegen sollten sich die Menschen massiv wehren!
    Glauben Sie keinem Menschen, der das Wort „Klimaschutz“ verwendet, denn
    dies ist unglaublicher „Etiketten-Schwindel“. denn der Mensch kann das „Klima“
    (Bezeichnung für eine 30-jährige Durchschnittstemperatur) niemals schützen!
    Mit freundlichen Grüßen
    FJP

  10. Wilfried Müller sagt:

    Bei der Bezeichnung Klimaschutz stimme ich Paus zu, nicht aber bei der Schädlichkeit vom CO2 – 0,04% in der Atmosphäre scheinen wenig zu sein, aber es ist fast das Doppelte von dem, was früher war (https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid#/media/Datei:Verlauf_Kohlendioxidgehalt.png). Ich will auch nicht in Abrede stellen, dass auf dem Gebiet viel Unwissenheit herrscht (siehe http://www.atheisten-info.at/infos/info4667.html).

    Für meine Begriffe ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass CO2 (und andere Gase) die Temperatur der Erde erhöhen. Mir fehlt der Glaube daran, dass die Explosion von Bevölkerung und Landwirtschaft/Industrie gar keine Auswirkungen haben soll. In der Situation finde ich es nicht angebracht, von Schwindel zu reden, weil die Gegenseite ja auch nix beweisen kann.

  11. Günter Dedie sagt:

    @Wilfried: Der CO2-Gehalt hat gegenüber dem Wert der letzten Jahrtausende ab 1950 von ca. 270 ppm auf ca. 400 ppm zugenommen, vgl. kleines Bild in der von Dir zitierten Grafik*. Das sind nur 50%. Auch 50% sind ziemlich viel, aber eben nicht „das Doppelte“. Trotzdem hat es in dieser Zeit Warm- und Kaltzeiten mit ca. 2° Temperaturänderungen gegeben. Dass die Mainstream-Medien dies konsequent verschweigen, den möglichen aber immer noch spekulativen Einfluss des CO2 aber hysterisch hochjubeln, kann man schon als „Schwindel“ bezeichen. Es ist auf jeden Fall unwissenschaftlich und verantwortungslose Desinformation.

    *) In der Grafik zu den letzten 400 000 Jahren geht es um den Einfluss sehr langsam veränderlicher Parameter im Sonnensystem, die die „großen“ Eiszeiten verursacht haben.

  12. Günter Dedie sagt:

    Wenn ich mit meiner Frau über den Klimawandel diskutiere, weist sie mich jedesmal auf die fast 8 Mrd. Menschen, die vielen Megastädte, die unzähligen Autos und anderes hin, die doch ganz sicher eine Auswirkung auf das Klima haben. Das sind natürlich alles eindrucksvolle Zahlen, aber was ist die Zivilisation im Vergleich zur Erde als Ganzes?
    Betrachten wir beispielsweise die Energieeinstrahlung der Sonne auf die Erde im Vergleich zur gesamten Energieproduktion der Menschheit. Beides wirkt sich auf das Klima aus. Im Wikipedia-Artikel zur Solarkonstante findet man dazu:
    Die ständig auf die Erde einstrahlende Strahlungsleistung der Sonne lässt sich als Produkt der Solarkonstante mit der Fläche der Erdkontur berechnen. Die Erdkontur ist näherungsweise ein Kreis mit (mittlerem) Erdradius R0 = 6.371 km. Die gesamte der Erde zugeführte Strahlungsleistung der Sonne beträgt demnach ca. 174 x 10hoch15 Watt, also 174 x 10hoch15 Wh (Watt-Stunden) pro Stunde.

    Zum Vergleich betrug der Weltenergiebedarf im Jahr 2010 140 x 10hoch15 Wh.

    Die Sonne strahlt also in einer Stunde mehr Energie auf die Erde als der jährliche Weltenergiebedarf 2010 betragen hat, d.h. im Jahr das ca. 8460-fache des Energiebedarfs der Welt.
    Oder anders ausgedrückt:
    Eine Änderung der Energieproduktion der Sonne um ca. 0,01% entspricht dem gesamten Energieumsatz der Menschheit!

    Wie man im gleichen Artikel nachlesen kann, sind Schwankungen der Energieproduktion der Sonne – abhängig von der Frequenz der Strahlung – im Bereich von 0,1% bis zu einem Faktor 100 000 nicht ungewöhnlich.

  13. Wilfried Müller sagt:

    Interessante Zahlen. Aber die Kurve ist auch interessant, vor allem der steile Anstieg zuletzt. In Sachen menschlicher Einfluss stehe ich auf Seiten Deiner Frau, Günter. Dieser Einfluss ist doch ziemlich groß, Thema Entwaldung der Welt, zuviel Wasser abpumpen = menschengemachte Dürre in großen Regionen wie Kalifornien oder Äthiopien. Es gibt immer mehr und größere Städte, und die sind ein paar Grad wärmer als das Umland, das ist auch menschengemacht.

    Das reicht mir um an den menschengemachten Klimawandel zu glauben. Inwieweit das CO2 eine Rolle spielt, blicke ich nicht. 0,04% ist wenig, aber das muss nicht heißen, dass Änderungen von 0,025 auf 0,04 keine gravierenden Auswirkungen haben können. Die Quantenereignisse haben meistens sehr geringe Energie, und trotzdem steuern sie letztlich die Weltläufte. In dynamischen Systemen ist vieles möglich.

    Aus meiner Sicht ist das übertriebene CO2-Gebremse aber fragwürdig. Reduktion vom CO2-Ausstoß ist gut, solange sie keinen Kollateralschaden anrichtet. Was wirklich gebraucht wird, ist natürlich Bevölkerungskontrolle und Rückgang der Fertilität, wie ihn Deutschland so schön vorgemacht hat, bis die Einwanderungswellen losgetreten wurden.

    Also wenn schon von Schwindel die Rede sein kann, dann bei der Kombination fragwürdige Maßnahmen wie CO2-Bremsen um jeden Preis durchhpeitschen und dabei die wichtigsten Maßnahmen wie Geburtenkontrolle ignorieren/tabuisieren.

  14. Günter Dedie sagt:

    Lieber Wilfried, ich wundere mich, dass Du auf den enormen zahlenmäßigen Unterschied zwischen den Wirkungen der Sonne und den Auswirkeungen der menschlichen Zivilisation auf der Erde nicht eingehst. Aus unserer menschlichen „Froschperspektive“ erscheinen Megastädte gewaltig, aus Sicht des Energiehaushalts der Natur sind sie, wie die Zahlen zeigen, einfach nur unbedeutend.
    PS. Selbst meine Frau hat angesichts dieser überwätigenden zahlenemäßigen Unterschiede von ihrer gefühlten Meinung Abstand genommen …

  15. Klarsicht(ig) sagt:

    Wenn ich es richtig verstehe, ist die Erde ein fast geschlossenes System. Sie entlässt nur solche Materie aus ihrer Gravitation, die sich mit ca. 11,2 km/s bewegt. Von außen, dem Weltraum, empfängt die Erde ständig kleine Mengen Materie und Strahlung. Wie ich hier gelernt habe, ist die Strahlung seitens der Sonne groß. Jetzt meine Frage: Wo bleibt die Strahlung/Energie der Sonne auf der Erde ? Die Speicher müssten doch die Pflanzen- und Tierwelt und auch die Menschen sein. Es müsste die Erdkruste in fester, flüssiger und in Gasform sein.

    Ich hoffe, auf meinen (dummen ?) Kommentar eine kluge Antwort zu erhalten, die ich verstehen kann.

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  16. Günter Dedie sagt:

    Hallo Klarsicht(ig), Ihre Frage hat schon viele Leute umgetrieben. In Sachen Materiehaushalt haben Sie das Wichtigste schon geschrieben. Beim Energiehaushalt wird, wie Sie skizziert haben, ein sehr kleiner Teil der solaren Energie auf der Erde „verarbeitet“, der größte Teil aber wieder in den Weltraum reflektiert oder als Wärmestrahlung abgegeben. Übersichtliche grafische Darstellungen dazu gibt es beispielsweise hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungshaushalt_der_Erde
    Die Atmosphäre ist übrigens kein thermodynamisch abgeschlossenes System, weil sie zum Weltall hin offen ist.
    PS. Im Abschnitt „Wert der globalen Strahlungsbilanz“ des o.g. Wiki-Artikels finden Sie auch die von mir genannten Eckzahlen der Energiebilanz in etwa wieder.

    • Klarsicht(ig) sagt:

      Danke für die Antwort !

      Ich verstehe den Sachverhalt so, dass ein Teil der Sonnenstrahlung durch die Verhältnisse, wie sie auf der Erde gesetzmäßig/natürlich herrschen, ständiger oder zeitlich begrenzter Bestandteil der Erde wird. Der Rest der Strahlung ist so schnell, dass er von der Gravitation der Erde nicht gehalten werden kann und somit sofort in den Weltraum entweicht.

      Gruß von
      Klarsicht(ig)

  17. Günter Dedie sagt:

    Die Energie von der Sonne kommt als kurzwellige Strahlung auf der Erde an (übrigens mit dem Maximum bei der Farbe grün), wird zum größten Teil absorbiert und als langwellige Wärmeenergie von der Erde in den Weltraum abgestrahlt.
    Zu Details vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungshaushalt_der_Erde

    Die Gravitation der Erde hat darauf keinen Einfluss, weil sie (verglichen mit einem Schwarzen Loch) viel zu schwach ist und die Photonen der Strahlung keine Masse haben.

    • Klarsicht(ig) sagt:

      Danke für die freundliche Aufklärung !

      Ich verstehe: Photonen = Lichtgeschwindigkeit. Kurz- und langwellige Strahlung hat zwar unterschiedliche Energie (Strahlungsdruck), ist aber immer mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs !?

      Ich wünschen einen schönen Rest des Tages !

  18. Günter Dedie sagt:

    Ja, Photonen sind im Vakuum immer mit Lichgeschwindigkeit unterwegs.

  19. Klarsicht(ig) sagt:

    Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Nordpol allmählich zum Südpol wird (siehe den folgenden Link). Die Verschiebung der Pole wird wohl durch eine Veränderung der Bewegungen der Konvektionsströme im Innern der Erde verursacht.

    Könnte es nicht sein, dass durch diese Veränderung auch eine schnellere Verschiebung der Erdachse durch die Präzessionsbewegung erfolgt ? Wenn es so wäre, müsste es doch zumindest regional zu einer stärkeren Sonneneinstrahlung und dadurch zu einer Klimaveränderung kommen.

    Nicht aufzuhalten: Der Nordpol wird allmählich zum Südpol – das sind die Folgen:
    https://weather.com/de-DE/wissen/klima/news/polumkehr-im-gange-wie-der-nordpol-allmahlich-zum-sudpol-wird

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  20. Wilfried Müller sagt:

    Zu den unbedeutenden Zahlen: Die Merheit der Klimaforscher hält die nicht für unbedeutend, und denen schließe ich mich an. Der Standpunkt, der Mensch hätte garnix mit dem Klimawandel zu tun, ist ein Außenseiterstandpunkt. Bei dynamischen Systemen können kleinste Abweichungen nun mal große Wirkungen haben.

  21. Günter Dedie sagt:

    @Klarsichtig: Zu möglichen Änderungen der Präzession durch die Magmaströme im Erdinneren ist mir nichts bekannt. Die wichtigste Ursache dafür ist anscheinend der Mond, vgl. https://www.wissenschaft.de/erde-klima/die-erde-schwankt-im-eiszeittakt/
    Das Youtube-Video gefällt mir übrigens sehr gut, weil es die wichtigsten Punkte in knapp 2 min zusammenfasst, einschl. der Selbstinduktion, die ich in wheater.com nicht gefunden habe.

    @Wilfried: Sich „einer Mehrheit anschließen“, wirkt auf mich – mit Verlaub – wie „Glauben statt Wissen“. Hinzu kommt, dass die Mehrheit in unserer Zeit durch die Massenmedien künstlich erzeugt wird.
    Ich habe übrigens nicht behauptet, dass das CO2 keine Rolle spielen kann; ich kritisiere nur, dass die großen, empirisch festgestellten Einflüsse der Sonne in den Medien konsequent und desinformativ verschwiegen werden.

    • Klarsicht(ig) sagt:

      Zitat Wilfried Müller: „Bei dynamischen Systemen können kleinste Abweichungen nun mal große Wirkungen haben.“

      Die Behauptung wird durch den Inhalt folgenden Links (partiell ?) belegt.

      Die Wanderung des Erdmagnetfeldes hat also auch Relevanz für Klimaveränderungen.

      Erdmagnetfeld beeinflusst Klima:
      https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/klima-erdmagnetfeld-beeinflusst-klima_aid_339650.html

      @ Günter Dedie: „Änderungen der Präzession durch die Magmaströme“  sind mir auch nicht bekannt. Deswegen habe ich gefragt, ob es evtl. möglich sein könnte.

      Ja, das Video hat mir auch sofort gefallen. Die anderen Videos gefallen mir auch.

      Danke für die Antwort.

      Gruß von
      Klarsicht(ig)

  22. Günter Dedie sagt:

    @Klarsichtig: Die mit der Wanderung der Pole einhergehende Schwächung des Magnetfeldes der Erde hat aus meiner Sicht vielleicht deshalb Einfluss auf das Klima, weil es den Teilchenstrom von der Sonne weniger abschirmt. Ob das Magnetfeld aber einen spürbaren Einfluss auf die Löslichkeit von CO2 in Wasser hat, bezweifle ich, weil das Magnetfeld eine sehr geringe Stärke hat, und weil ich keinen physikalischen Mechanismus dafür kenne. Ich habe dazu auch seit dieser Arbeit in 2008 (und den dt. Zeitungsberichten dazu) nichts mehr gefunden. Sehr verdächtig …

  23. Günter Dedie sagt:

    Ich habe die Originalarbeit (in Englisch) gefunden unter:
    https://pdfs.semanticscholar.org/10b6/c1b3747bcd4e73d942e902f336c44650509e.pdf
    Dort gibt es folgende Aussage zu dem Ergebnis:
    “The theoretical framework describing effects of a weak static MF on electrolyte solutions, gas solubility, and equilibrium constants is at a level that does not even allow us to make qualitative predictions.”
    In die Umgangssprache übersetzt heißt das in etwa: Wir haben zwar etwas gemessen, verstehen es aber nicht.

  24. Günter Dedie sagt:

    Vom Einfluss des Magnetfelds der Sonne habe ich auch schon gehört, aber bisher nichts Näheres. Danke für den Hnweis.
    Die Einflüsse auf das Klima sind sehr vielfältig; warum informiert uns der „Politisch-Mediale Komplex“ (Pierre Bourdieu) so einfältig?

  25. Klarsicht(ig) sagt:

    Der Inhalt der beiden Links ist sehr interessant und informativ.

    Über einen vergeblichen Versuch, den Treibhauseffekt zu widerlegen:
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/ueber-einen-vergeblichen-versuch-den-treibhauseffekt-zu-widerlegen/

    Die Erde wird grüner und fruchtbarer mit mehr CO2 und infolge Klimawandel !:
    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/die-erde-wird-gruener-und-fruchtbarer-mit-mehr-co2-und-klimawandel/0018327/

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  26. Günter Dedie sagt:

    Für Tichy habe ich keine Abo …

  27. Wilfried Müller sagt:

    Ich hab auch kein Tichy, aber ich widerspreche nochmal der These, der Mensch hätte gar keinen Einfluss, und das CO2 wäre bedeutungslos. Dazu hab ich mich bei befreundeten Physikern informiert. CO2 ist nach H2O das bedeutendste Klimagas, weil es wie eine Antenne für Sonnenlicht wirkt und die Licht-Photonen in Wärme-Photonen umsetzt. Ich hab kein Problem, die 0,04% CO2 für maßgeblich zu halten. 0,04% Alkohol im Blut haben ja auch eine tolle Wirkung.

  28. Klarsicht(ig) sagt:

    Ich habe auch kein Abo bei „Tichys Einblick“, gleichwohl gelingt es mir, an den Inhalt des Links zu kommen. Was ein Opa mit 81 schafft, sollte doch wohl auch den Herren Dedie und Müller möglich sein.

    Hätte Herr Müller den Inhalt des Links gelesen, wäre der Inhalt seines Kommentars sicher anders ausgefallen.

    Ich wünsche einen angenehmen Rest des Tages.

  29. Günter Dedie sagt:

    @Klarsichtig, Deine Aufforderung hat mich zu einem weiteren Versuch angespornt und ich habe gegen Tichy gewonnen 😉 Fazit: Der Artikel ist gut und überzeugend, aber mit einer Ausnahme: Ziemlich am Anfang strapziert Hr. Heller den Energiesatz für die Erde, und das ist falsch. Der Energiesatz gilt nur für thermodynamisch abgeschlossene Systeme, und die Erde ist zum Weltraum hin offen.
    Was das für Folgen haben kann, sieht man an der Venus.

    Interessant wäre auch zu wissen, woher seine Aussage stammt, dass eine Verdopplung des CO2-Gehalts eine um 1° höhere Temperatur erzeugt.

    @Wilfried: Ich möchte vorsichtshalber nochmal meinen Hinweis vom 2.7. wiederholen: „Ich habe nicht behauptet, dass das CO2 keine Rolle spielen kann; ich kritisiere nur, dass die großen, empirisch festgestellten Einflüsse der Sonne in den Medien konsequent und desinformativ verschwiegen werden.“

  30. Günter Dedie sagt:

    Auch für diesen „Sachstandsbericht“ beginn das Klima erst um 1800 herum. Das ist desinfomativ.

  31. Klarsicht(ig) sagt:

    Noch ein sehr interessanter Linkinhalt !

    Argumente gegen den Anthropogenen Klimawandel:
    https://www.fachinfo.eu/fi011.pdf

    • Klarsicht(ig) sagt:

      Zitat aus dem Linkinhalt: „Es gibt kein globales Klima, sondern nur eine Vielzahl von Klimazonen.“

      Ich denke mir, dass an der Bildung der Klimazonen auch die Corioliskraft (1) signifikant beteiligt ist.

      Verweis:
      (1) Die Corioliskraft – Wind und Wetter auf der Erde – Klima & Wetter Grundlagen 7:
      https://www.youtube.com/watch?v=Adu6dcN4GkI

  32. Wilfried Müller sagt:

    Ich habe den Inhalt des Links nicht gelesen, weil ich auf legale Art ohne Bezahlen nicht drankomme. Falsche Aussagen mag ich nämlich nicht abgeben.

  33. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Ich bin davon überzeugt, dass es den Klimawandel, so wie es von den ″Grünen″ dargestellt wird, gar nicht gibt – da stecken politische und wirtschaftliche Aspekte dahinter. Ich bin überzeugt: Die Erde nähert sich immer mehr der Sonne und sie wird das Klima auf unsere Erde verändern. Wenn ich es mal aus meiner objektiven Sichtweise betrachte, stellt sich mir die Frage: Wieso schmilzt das Eis in der Antarktis, wo es weder Autos noch Umweltbelastungen gibt? Es sind die immer wärmer werdenden Sonnenstrahlen, die die Erde verändern und das Eis schmelzen lassen. Alles andere ist m. E. Klimaschwindel.

    Deutsche und britische Wissenschaftler sind sich sicher, dass in 7,49 Milliarden Jahren die Erde verglühen wird! Na, schauen wir mal!

    Gruß Wolfgang

  34. Günter Dedie sagt:

    Hier ein paar Fakten zum Mythos von den „armen“ Eisbären; die durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht sind: https://www.misesde.org/?p=22414
    Und wie man anscheinend mit einem Foto mehr „öffentliche Meinung“ erzeugt als mit „1000 Argumenten“.
    Sehr lesenswert.

  35. Günter Dedie sagt:

    500 Wissenschaftler haben in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres der These vom menschengemachten Klimawandel widersprochen. Das Fazit des Briefes sind sechs Thesen zum Klimawandel:
    1. Die Erderwärmung wird durch natürliche und menschliche Faktoren verursacht.
    2. Die Erderwärmung verläuft viel langsamer als vorhergesagt.
    3. Die Klimapolitik verläßt sich auf unzulängliche Modelle.
    4. CO2 ist die Nahrung für Pflanzen, die Basis allen Lebens auf Erde
    5. Die Erderwärmung hat nicht zu einer Zunahme von Naturkatastrophen geführt.
    6. Klimapolitik muß wissenschaftliche und wirtschaftliche Realitäten respektieren.

  36. Wilfried Müller sagt:

    Das ist leider Propaganda, wenn man sich mal anschaut, wo das verbreitet wird.

  37. Günter Dedie sagt:

    @Wilfried: Mach Dir’s nicht zu leicht mit Deiner lässigen Argumentation; hier ist das Original: https://clintel.nl/wp-content/uploads/2019/09/ecd-letter-to-un.pdf
    Bei Bedarf kannst Du auch Prof. Vahrenholt fragen; der hat unterschrieben.

    Einseitige, desinfomative Propaganda ist das, was die Mainstream-Medien ständig verbreiten, weil sie die natürlichen Ursachen des Klimawandels konsequent verschweigen.

  38. Wilfried Müller sagt:

    Dane für den Link! Ich bin auch gegen Panikmache und Klimareligion, aber ich sehe unseriöse Behauptungen in dem Brief:

    The geological archive reveals that Earth’s climate has varied as long as the planet has existed – aber eben noch nie so schnell wie jetzt.

    The world has warmed at less than half the originally-predicted rate – es geht doch darum, dass sie sich erwärmt, und das passiert.

    CO2 is not a pollutant. – Das behauptet ja keiner. Die Behauptung ist doch, dass CO2 einen Treibhauseffekt hat, und das hat Arrhenius schon vor 100 Jahren nachgewiesen.

    There is no statistical evidence that global warming is intensifying hurricanes, floods, droughts and suchlike natural disasters, or making them more frequent. – Wenn Atmosphäre und Wasser wärmer sind, ist selbstverständlich mehr Energie im Spiel, also mehr davon.

    Nachtrag aus Cicero-Kommentar: Ein Kommentator hat die liste der genannten „honoratioren“ in dieser veröffentlichung geprüft. Beispiele: der erste hat jahrelang für shell gearbeitet und ist jetzt prof für akustik, geophysik und innovationsmanagement. Der zweite ist athmosphärenphysiker, ok. Der dritte ist überhaupt nicht aufzufinden, der vierte philosoph, der fünfte in der NZ national party und weinspezialist und der sechste im consulting.

  39. Günter Dedie sagt:

    @Wilfried: The geological archive reveals that Earth’s climate has varied as long as the planet has existed – “aber eben noch nie so schnell wie jetzt”. Deine Behauptung ist einfach nur falsch: Schau Dir bitte nochmal Bild 2 in meinem Artikel an und berücksichtige, dass der CO2-Gehalt vor 1950 zehntausend Jahre lang konstant bei 270 … 280 ppm lag. Der Temperaturanstieg war zumindest bis 1950 ausschließlich eine Folge der „sonnengemachten“ Kleinen Eiszeit und hat auch nach 1950 nicht signifikant zugenommen, sondern war möglicherweise immer noch „sonnengemacht“.

    Du bist doch in Sachen Religionen gegen Glauben statt Wissen; warum bist du in Sachen Klimareligion jetzt für Glauben statt Wissen? Denn mehr habe ich aus deinen bisherigen Aussagen zum menschengemachten Klimawandel nicht herauslesen können.

    Und was die Interessen der Unterzeichnenden betrifft: Auch die Klima-Wortführer der Parteien sind „Partei“ und/oder werden vom Staat bezahlt, die Journalisten der Mainstream-Medien werden von ihren Verlagen bezahlt und bekommen ihre Direktiven von den Chefredakteuren. Sie sind also in Sachen Klima nicht weniger interessengesteuert ist als die Vertreter der Industrie oder anderer Verbände. Und kompetent erst recht nicht. Ganz zu schweigen von dem aktuell so „erfolgreichen“ hysterisch-autistischen Teenager und seinen Lobbyisten; Kompetenz sehe ich da nur im Hinblick auf eine wirksame Vermarktung von spekulativen Weltuntergangsszenarien. Und Merkels Behauptung, es gebe keinen Zweifel, dass die Klimaerwärmung menschengemacht sei, ist doch angesichts der Fakten an Ignoranz kaum noch zu überbieten.

  40. Wilfried Müller sagt:

    Aber Dein Bild 2 zeigt doch genau den extremen Anstieg in der letzten Vergangenheit. Dazu gibts auch andere Bilder, die das zeigen, so steil war der Anstieg noch nie. Ich bin ganz bestimmt nicht für Glauben statt Wissen, bloß kann ich nicht alles nachrechnen und bin deshalb darauf angewiesen, den seriösesten Autoritäten zu folgen. Und daß die Klimaerwärmung vom Menschen (mit-)gemacht wird, ist Mehrheitsmeinung der Experten, und auch alle Physiker die ich kenne außer Dir sehen das so.

  41. Günter Dedie sagt:

    Wo erkennst Du im Bild 2 einen „extremen Anstieg“? Die Temperatur steigt bekanntlich seit der Kleinen Eiszeit allmählich wieder an, im dargestellten Bereich ab 1880 (Beginn der modernen Wetteraufzeichnungen; das Minimum der Kleinen Eiszeit war noch davor, etwa um 1750) um etwa 2°, mit statistischen Schwankungen. Bis zum Jahr 1950 hat der Anstieg nichts mit dem vom Menschen gemachten CO2 zu tun, denn dessen Wert lag seit 10 000 Jahren ziemlich konstant bei 270 bis 280 ppm. Nach 1950 (Beginn des starken Anstiegs des CO2 durch menschliche Aktivitäten) setzte sich der Anstieg der Temperatur in etwa so fort wie in der Zeit vor 1950. Ein signifikant stärkerer Anstieg ist bis 2018 nicht zu erkennen. Um das richtig zu interpretieren, muss man kein Physiker sein.

    Ich möchte auch noch mal daran erinnern, dass die Sonne etwa 10 000 Mal so viel Energie auf die Erde einstrahlt wie die gesamte Menschheit an Energie umsetzt, und dass die Strahlung der Sonne diversen Schwankungen unterliegt.

    Und was deine Physik-Bekannten betrifft: Einer von ihnen hat mich Ende Juli mal angemailt, und wir haben ein paar Emails hin und her geschrieben und Argumente zum Klima ausgetauscht. Er hatte keine besseren Argumente als ich, und wir haben den Dialog dann eingestellt. Die Modelle zur Simulation des zukünftigen Klimas haben bisher offensichtlich immer noch den gravierenden Mangel, nicht am Klima der Vergangenheit kalibriert worden zu sein.

    Ich denke, man darf sich beim Klimawandel, der seit einiger Zeit durch die staatliche und mediale Propaganda wie eine Religion aufgebauscht und zum Schaden unserer Gesellschaft missbraucht wird, nicht vom Glauben leiten lässt.

  42. Günter Dedie sagt:

    Eine weitere Radikalisierung der Klimareligion wird in den Medien schon diskutiert; vgl. eine Grüne Armee Fraktion, oder andere radikale Aktionen. Gemeinsam ist ihnen, dass die Demokratie durch eine fundamentalistische Diktatur zur Durchsetzung der Klimareligion abgelöst werden soll. Und das alles nur aufgrund von höchst unzulänglichen Klimamodellen und damit verbundenen höchst spekulativen Prognosen, unter desinformativer Missachtung der natürlichen Ursachen des Klimawandels.

  43. Wilfried Müller sagt:

    Die Kurve geht ganz rechts von 250 auf 406.74. Das ist ein extremer Anstieg.
    Ich habe mir erlaubt, den Namen von … zu anonymisieren, wir können doch nicht ungefragt Namen von Bekannten nennen. Ich denke wir müssen so verbleiben, daß wir das unterschiedlich sehen. Die Mehrheit ist gegen Dich, Günter, und das sind auch alles promovierte Physiker.

    In puncto Klimareligion, Panikmache und Radikalisierung bin ich Deiner Meinung, da rühren sich inzwischen einige, die die Greta-Show nicht mehr wollen.

    • Günter Dedie sagt:

      Warum outet sich nicht einer Deiner promovierten Physiker-Kollegen mal selbst in ZmB mit einem Kommentar zu einem wichtigen Aspekt, der bisher nicht angesprochen wurde? Dass Du anonyme Quellen zitierst, ist kein guter Stil.

  44. Günter Dedie sagt:

    Danke für die Anonymisierung, die Nennung des Namens war unbedacht von mir.

    Zum extremen Anstieg: Ich hatte explizit auf Bild 2, den Temperaturanstieg in Deutschland, hingewiesen. Auf den Temperaturanstieg kommt es ja schließlich beim Klimawandel an.

    Der extreme Anstieg des CO2 im Bild 3 nach 1950 von 280 auf über 400 ppm kommt zunächst nur den Pflanzenwachstum und damit in der Ernährung der Menschen auf der Welt zugute. Ob und in welchem Umfang er ebenfalls zur Temperaturerhöhung beiträgt, ist derzeit noch Gegenstand von Simulationen und Spekulationen.

    Der Temperaturanstieg nach 1950 kann nach jetzigem Kenntnisstand ebenfalls solare Ursachen haben wie vor 1950, weil er sehr gleichmäßig und ohne signifikante Auffälligkeiten weitergeht.

  45. Wilfried Müller sagt:

    Entschuldigung, es ist Bild 3 und nicht Bild 2 wo der extreme Anstieg vom CO2 zu sehen ist. Und dass CO2 ein Treibhausgas ist, ist nicht Gegenstand von Simulationen und Spekulationen, sondern schon vor 100 Jahren von Arrhenius wissenschaftlich nachgewiesen worden. Du stehst mit Deiner Meinung gegen das wissenschaftliche Paradigma, Günter.

  46. Günter Dedie sagt:

    Lieber Wilfried, zurzeit reden wir ja schon ganz schön oft aneinander vorbei . Dass Du mir unterstellt ist, CO2 als Treibhausgas zu leugnen, empfinde ich als naiv und ehrenrührig. Meine Vorbehalte beziehen sich nur auf die quantitative Wirkung von CO2 als Treibhausgas in der Zukunft, die ich noch für weitgehend spekulativ halte. Und natürlich auf die Leugnung der natürlichen Ursachen des Klimawandels durch die Klimawandel-Fanatiker.

  47. Günter Dedie sagt:

    Des Lesens wert ist dieser Artikel, auch wenn er aus Ingolstadt kommt, denn es geht primär um Fakten:
    https://ingolstadt-today.de/lesen–der-sinnlose-traum-von-der-elektrischen-zukunft%5B44308%5D.html

  48. Wilfried Müller sagt:

    Im Prinzip ist die Kritik richtig, aber ich halte den Artikel für einseitig. Da werden z.B. die Hybridautos übergangen, die nur einen kleinen Akku haben, der sogar von Solarzellen auf dem Hausdach aufgeladen werden könnte. Und schaun mer mal, wie die Akkus in 10 Jahren gebaut werden. Der Taum von der elektrischen Zukunft ist nicht komplett falsch, man hat nur noch nicht den richtigen Weg gefunden.

    • Günter Dedie sagt:

      1. Die Hybridautos sind CO2-aufwändig in der Herstellung und die kleinen Batterien bringen im Betrieb halt nix, umweltmässig.
      2. Der Traum von der Nutzung der solaren Energie ist auch aus meiner Sicht richtig, man darf seine hektische Umsetzung nur nicht Politikern anvertrauen, und vor allem keinen halbwissenden Grünen wie der Baerbock („der überschüssige Strom wird im Netz gespeichert“)

  49. Günter Dedie sagt:

    Eine kritische Zwischenbilanz der sog. Energiewende, die mit der Rettung der Welt vor dem Klimawandel begründet wird, kann man hier und hier nachlesen.

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