Die Gottangst unserer Psychiater

Die Gottangst unserer Psychiater (Teil 1)

Sigmund Freud konnte – wie alle Psychiater – lesen. Und auch wieder nicht. Das Lesen ist nicht nur ein Erfassen einzelner Buchstaben, mehrerer Wörter, oder von Sätzen und Aufsätzen. Es ist auch ein Verstehen dieser Dinge. Und ein Zulassen, dass vermittelte Gedankengänge Zugang zum kritischen Bewusstsein erhalten. Dort müssen sie verarbeitet und dürfen nicht sogleich verdrängt werden. Eine Verdrängung ist kein Vergessen. Es ist ein dauerhafter psychischer aktiver Prozess. Warum wird verdrängt? Damit die liebe Seele zunächst einmal Ruhe vor nicht auszuhaltendem hat. Doch es ist oft eine trügerische Ruhe. Und besonders dann, wenn Frank Sacco sie (zer)- stört. Freud und Co. können die Fakten aus der Ödipus-Geschichte nicht „lesen“. Ängste bei Psychiatern lassen ein Verstehen der Geschichte nicht zu. Mir geht es da besser:

Nie hatte der Königssohn Ödipus als Säugling Angst vor seinem Vater. Nie hatte er Kastrationsangst. Nie hat er vom Vater gehört, er wolle ihn kastrieren. Es kam nämlich zu einer schnellen Trennung des Säuglings vom Vater. Und doch schreibt uns Freud, die größte Angst JEDES Knaben sei diese Kastrationsangst. Er erfindet seine Sexualtheorie. Sie soll ein „Bollwerk“ sein gegen seine eigenen unbewussten Ängste, die „Schlammflut des Okkulten“, wie er es nennt. Und der Quatsch einer Kastrationsangst, eines „Kastrationskomplexes“ und eines Penisneides hält sich bis heute. Er wird bis heute gelehrt.

Sprache verstehen und Sprechen lernte Ödipus erst im Wald. Da war er als Findelkind gerettet worden. Als Erwachsener kaufte er sich eine Kutsche und fuhr spazieren. Da kam ihm ein rücksichtsloser Schwerverbrecher entgegen. Auch auf einer Kutsche. Dessen Gefährt bekam einen Kratzer. Der Verbrecher wollte Streit und schlug Ödipus mit einem „doppelten Stachelstab“ auf den Kopf. Im Kampf fiel er vom Fahrzeug und brach sich das Genick. Und das war auch gut so.
Weiter ging es für Ödipus. In die Stadt Theben. Dort verliebte er sich in eine frische Witwe namens Iocaste. Er heiratete sie. Es kamen vier glückliche Kinder. Eines hieß Antigone. Das Glück hielt aber nicht ewig. Denn man sagte Ödipus, dass er, das Findelkind, ein Königssohn sei. Er habe seine eigene Mutter Iocaste gevögelt. Mindestens viermal. Das stimmte. Die künstliche Besamung war damals noch nicht erfunden.
Dann kam die Geistlichkeit auf den Plan. Wie wir es von dieser Zunft gewohnt sind, log man dort aus finanziellem Eigennutz. Sie hatten schon dem kleinen Ödipus schwere Angst eingejagt. Die Lügen: Es gebe einen Gott namens Zeus. Und der bestrafe jeden Inzest. Mit einer dauerhaften Strafe in einem KZ namens Hades. Ödipus hatte schon als Kind vom Hades gehört. Und er hatte das bis ins Alter geglaubt. Wie jedes Kind Geistlichen alles, aber auch alles glaubt. Es glaubt sogar an eine „Auferstehung“, wenn man tot ist. Jenseitige Strafen ohne Auferstehung sind nun einmal nicht denkbar. Ödipus glaubte alles. Denn wer als altgriechisches Kind nicht glaubte, kam nach dem Dogma sowieso in die Folterkammer des Zeus. Heute wissen wir: Zeus und Konsorten waren alles üble Erfindungen einer brutalen Hochintelligenz.
Aber weiter: Im Original der Sage wird Ödipus gefragt: „Welcher Gott verstörte Dich?“ Darauf Ödipus: „Nun bin ich gottverhasst, einer Befleckten Sohn“… „Bin ich doch ganz verhasst den Göttern.“ Hier zeigen sich das eigentliche Drama und der wirkliche Konflikt. Ödipus hatte Gottangst. KZ-Angst. Die Angst vor Folter. Die Angst der Anne Frank in ihrem Versteck in Holland. Er glaubte sich von Göttern gehasst, die es gar nicht gab. Er war einer fundamentalistischen Religion aufgesessen.

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