Atheismus ist keine Religion

Dieser Artikel stammt von atheisten-info.at. Der Autor Erwin Peterseil zitiert eingangs einen Fremdtext, der aus einer You-Tube-Predigt stammt. Im Artikel Atheismus ist eine Religion wird der You-Tube-Text 1:1 wiedergegeben; in Deutschland darf er nur referiert werden. Im Anschluss kommt Erwin Peterseils Widerlegung der Behauptung, Atheismus sei eine Religion (Bild: OpenClipart-Vectors, pixabay).

Atheismus ist eine Religion

Es geht um das „nicht glauben an ein göttliches Wesen.“ Das werde vom Atheismus oft als wissenschaftliche Aussage angegeben.

Es sei bei genauem Betrachten aber nicht der Fall. Die Predigt hebt ab auf  Materie, Haustiere, viele andere Lebewesen, den rechten Fuß von Richard Dawkins – weil die alle nicht an Gott glauben, mache sie das nicht zu Atheisten.

Der Prediger glaubt nicht an die Zahnfee, aber deswegen nennt er sich nicht „Azahnfeejaner“. Er stellt sich auch nicht so vor und schreibt es nicht in sein Profil in Netzwerken.

Andere tun das Entsprechende mit der Aussage „ich bin Atheist“. Sie teilen diese Inhalte auf ihren sozialen Plattformen, so dass es einen Teil ihrer Identität bildet.

Der Prediger erwähnt atheistische Kirchen, die einen religionsähnlichen Betrieb veranstalten und sich durch Praktiken wie Gesänge und Vorträge zu einer Religion machen.

Allgemein sei Religion immer ein menschengemachtes Glaubenskonstrukt, und das treffe auch auf diese Sonntagsversammlungen und Plattformen wie Atheist Republic zu.

Demnach sei der atheistische Glaube mehr als eine bloße Aussage, er sei mehr als ein Teil der Identität, er sei eine Religion.

Zitiert wird eine der „atheistischen Ikonen“, Christopher Hitchens: „Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis verworfen werden“.

Dies Prinzip möchte der Prediger gern genauso auf das „Glaubenskonstrukt“ der Atheisten angewendet sehen.

Die Beweislast liegt nach seiner Vorstellung nicht nur bei den Gläubigen, die ihren Glauben an einen Gott beweisen müssten, sondern ebenso bei den Atheisten, die ihren Glauben an keinem Gott beweisen müssten (er spricht von „Kriterien der Beweislast“, die für beides gleichermaßen gelten).

Dazu zitiert er aus Matthäus 7, 24 – 27, des Inhalts, wer auf Jesus hört, baue auf festen Grund, wer nicht hört, sei ein törichter Mensch und baue auf Sand. Deshalb möge der Rezipient der Predigt sein Fundament mit dem vergleichen, was Jesus ihm anbiete und kein törichter Mensch sein. Es sei nicht zu spät, Jesus das Leben und das Herz zu schenken – soweit die Predigt.

Atheismus ist keine Religion

Meinereiner hat dem Prediger eine Predigt zu diesem Thema geschickt:

Hab mir gerade deine Predigt auf YouTube angehört, wo du Atheisten quasi zu einer Glaubensgemeinschaft machst. Es gibt natürlich Atheistenvereine, die regelmäßig zusammensitzen, aber das ist allgemein üblich bei Menschen, die dieselbe Weltanschauung vertreten. Auch Vegetarier, die nicht an den Fleischkonsum glauben, treffen sich, ebenso Tierschützer, Fußballfans, Bergsteiger, politisch Gleichgesinnte sowieso, usw. Und das müssten dann nach deiner Denkweise auch lauter Gläubige sein. Aber es gibt eben die alltägliche säkulare Welt, in dieser gibt es eben diverse säkulare Ansichten, Meinungen, Interessen. Aber was hat das mit dem Glauben an Götter zu tun? Ganz einfach: NICHTS!

Natürlich kann man auch in säkularen Interessensbereichen was glauben. Ich glaube z.B., dass die klassische Rock’n’Roll-Musik aus den 50er-Jahren die beste Musik aus dem populären Musikbereich war und ist, andere glauben an die Großartigkeit von Hip-Hop oder Countrymusik und dürfen das genauso glauben, ohne dass sie gesteinigt werden oder auf den Scheiterhaufen kommen oder Mitglieder in einer Glaubensgemeinschaft sind. Du glaubst an deinen Gott, andere glauben an andere Götter oder Wünschelruten oder die buddhistische Wiedergeburt und bekommen davon auch kein Kopfweh.

Du wertest deine Einbildung, dass es deinen Gott tatsächlich gibt, damit auf, dass du Leute, die nicht an Götter glauben und das öffentlich deklarieren, abwertest. Wobei du das recht ungeschickt machst, du niedrigst sie nämlich zu Gottesgläubigen herab, wertest damit also deine eigene Weltsicht auch ab.

Dass Götter ein bloßes Massenprodukt (siehe Götterliste) des menschlichen Denkens sind, das darauf beruht, dass man sich die Welt nicht erklären konnte, mit der eigenen Unzulänglichkeit Probleme hatte und darum fiktive Wesen schuf, die alles geschaffen hätten und alles zu vollbringen vermögen, die man deswegen um Hilfe bitten kann usw.

In der Welt von heute, wo man nimmer beten muss, wenn z.B. Kinder krank sind, weil man ja krankenversichert ist, werden Götter immer weniger benötigt. Denn die Einrichtungen des modernen Sozialstaates helfen den Menschen in den allermeisten Fällen wirklich, während Gebete nur scheinbar halfen: Wenn der Kranke gesund wurde, hatte Gott geholfen, wenn er nicht gesund wurde, prüfte der HErr oder strafte den Sünder.

Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis verworfen werden. Das ist klar! Kleinen Kindern wird vom Osterhasen erzählt, bewiesen kann der Osterhase nicht werden, aber man muss auch dessen Nichtexistenz nicht beweisen, wenn man Kindern vom Glauben an den Osterhasen befreit. Dabei kann man die Nichtexistenz des Osterhasen wissenschaftlich genauso nicht beweisen wie die Nichtexistenz von Göttern, weil man von Nichtexistierendem die Nichtexistenz praktisch nie beweisen kann. Ausnahmen wären möglich, man könnte zum Beispiel das Loch Ness leerpumpen und damit Gewissheit erlangen, dass es das Ungeheuer von Loch Ness nicht gibt. Aber die Nichtexistenz des Yeti, des berühmten Schneemenschen am Himalaya, lässt sich nicht beweisen. Seine Existenz ließe sich beweisen, wenn irgendwer irgendwo einen Yeti einfängt.

Bei Göttern funktioniert das nicht, weil der Jesus existiert real nur in der menschlichen Einbildung, auf der Straße ist er nicht zu sehen, der Jesus ist sozusagen der Osterhase für Erwachsene, denn Religionen sind nicht auf Sand oder Fels gebaut, sondern auf Luft und auf menschlichen Bedürfnissen, die Karl Marx als „Opium des Volkes“ benannt hat: „Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes“. Aber dank des Sozialstaates ging das Elend wesentlich zurück, das bedrängte Volk seufzt weniger, weil durch die Sozialrechte die Welt weniger herzlos wurde, die zunehmende Bildung milderte auch geistlose Zustände ab, darum wird Religion heutzutage schön langsam immer unwichtiger…

Atheismus ist daher keine Religion, sondern eine säkular-reale Weltanschauung!

 

Zum Abschluss verweist Erwin Peterseil noch auf den ZmB-Artikel „Beweis für materielle Nichtexistenz Gottes„, der den obigen Text ergänzt.

Anmerkung von Wilfried Müller: Das Geschwurbel mit den Kriterien der Beweislast, die für Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen gelten, ist entlarvend. Wenn man es korrekt formuliert, gibt es keine Beweislast für Glauben an egal was, sondern es gibt bloß eine Beweislast für die Existenz von Gott. Und die tragen exklusiv die Religiösen.

Der Hitchens-Spruch: „Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis verworfen werden“ ist nicht auf Atheisten anwendbar, weil die eben kein beweispflichtiges Glaubenskonstrukt haben. Auf Gott kann er aber sehr wohl angewendet werden.

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6 Responses to Atheismus ist keine Religion

  1. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Atheismus ist weder eine Religion noch in der Beweispflicht. Atheisten glauben an keinen Gott und müssen das Nichtglauben nicht beweisen: Das wäre so, als müsste man das Denken oder seine nächtlichen Träume beweisen, sonst würde man es nicht glauben, was man denkt oder geträumt hat.

    Wer an einen Gott glaubt, muss es auch beweisen können, dass er existiert. Eine Wahrsagerin, die von sich behauptet, sie kann in die Zukunft sehen, muss beweisen können, dass sie die Zukunft wirklich sehen kann.

    Wo ist ″Gott″? Wo ist die ″Arche Noah″? ″Wo ist der Stein von Moses mit den 10 Geboten?“
    Es fehlt der Beweis, dass Jesus übers Wasser ging! Es fehlt der Beweis, dass Jesus Blinde sehend und behinderte gehend machte! Wo sind die Engel? Wo sind die Seelen? Wo ist das Paradies? Wo ist die Hölle? Es sind alles nur reine Erfindungen. Es kann kein Mensch auf dieser Welt beweisen, dass es Gott gibt – weil es keinen Gott gibt.

    Beispiel: Ein Christ zahlt sein Leben lang Kirchensteuern und stirbt und wird beerdigt. Der Pfarrer muss extra bezahlt werden und alle anderen Kosten müssen auch selbst getragen werden. Wozu zahlt man eigentlich Kirchensteuern? Da wird eine Figur erfunden (Gott) mit der man viel Geld erwirtschaftet – das ist Betrug.

    Gruß Wolfgang

  2. Wilfried Müller sagt:

    Diesseitige Leistungen für jenseitige Versprechungen, ja Wolfgang, das ist Betrug.

  3. Klarsicht(ig) sagt:

    Das „Gottes-Spiel“ !

    Irgendwann hat der Mensch ein Spiel erfunden, was er „Gott“ nannte. Die Pointe der Spielregeln dieses Spiels besteht darin, möglichst viele Mitspieler zu finden, deren Aufgabe es ist, sich einzubilden, dass der Gegenstand des Spiels wirklich irgendwo existiert. Das Spiel wurde so beliebt (gemacht), dass sich viele Mitspieler einfanden und dafür begeisterten, sodass man bei manchen Spielern den Eindruck haben kann, dass das Spiel sie süchtig macht(e). Die Spieler dieses Spiels bezeichnet man als Theisten.

    Nun gibt es natürlich immer Menschen, die dieses theistische Spiel – aus welchen Gründen auch immer – „ums Verrecken“ einfach nicht mitspielen wollen. Diese „Spielverderber“ mussten ja irgendeinen Namen bekommen, weswegen sie Atheisten genannt we(u)rden. Somit ist klar – ein Atheist ist lediglich jemand, der das Spiel „Gott“ nicht gewillt ist mitzuspielen, nicht mehr und nicht weniger.

    In erster Linie ist ein Atheist natürlich ein Mensch, genau wie ein Theist auch einer ist. Und als solcher kann er subjektiv meinen, z. B. auch ein Freidenker, Humanist, Demokrat usw. zu sein. Ob er aber objektiv ein solcher ist, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

    Warum ich nicht mal Atheist sein will:
    https://evidentist.wordpress.com/2013/08/12/warum-ich-nicht-mal-atheist-sein-will/#more-8860

    Atheismus logisch erklärt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Ck798BDMoTE

    Atheismus ist keine Religion:
    https://www.youtube.com/watch?v=MaliA2wlmQU&t=83s

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  4. Klarsicht(ig) sagt:

    Atheismus schützt gegen religiöse „Glaubens-Infektion“ (1).

    Ein Atheist geht nicht realitätsfern und Wunsch gelenkt davon aus, dass sein ewiges Schicksal von einer Stellungsnahme zu irgendeinem noch lebenden oder längst verstorbenen Mensch (etwa „Jesus“) oder einem im Hirn und Denken spukenden, übernatürlichen Monokraten (etwa dem „Bibel- oder Koran-Dämon“) abhängt.

    Bei seinem Lebensvollzug, Denken und Handeln stützt er sich vielmehr möglichst rational auf die Erfahrungswirklichkeit sowie auf die in Wissenschaft und Forschung gewonnenen Erkenntnisse.

    Da der Atheist natürlich auch weiß, dass Zufall und Notwendigkeit in der Erfahrungswirklichkeit mit im Spiel sind, ist es für ihn natürlich einsichtig, dass er dort jederzeit mit von ihm nicht beeinflussbaren negativen Ereignissen, Prozessabläufen und ungünstigen Randbedingungen des Lebens rechnen muss.

    Deren Bewältigung wird er allein oder mithilfe seiner ihm gewogenen Mitmenschen versuchen. Um eine „transzendente Hilfe“ wird er nicht betteln und beten, weil ihm klar ist, dass der nicht helfen kann, der lediglich „hirn- und denkexistent“ ist !

    Wäre der Atheismus auch nur ein Glaube, wie Theisten hin und wieder gerne behaupten, so ist er aber, wenn es denn stimmen sollte, nicht für den Versuch geeignet, mit ihm ein durchweg anerzogenes Bedürfnis und Verlangen nach einer kindlich-naiven, illusionären, verdummenden und verlogenen Erbauung und Gemütsbefriedigung zu stillen.

    Ein solches Bedürfnis und Verlangen liegt aber ungesunder Weise bei vielen Theisten vor, weil man es bei ihnen oft schon in frühester Kindheit mit über einen sehr langen Zeitraum hin sich als „bewährt“ erwiesenen, listigen „Mitteln“ der Erwachsenen erzeugt hat, und weil man dann kontinuierlich dafür sorgte, dass es aufrechterhalten blieb und gefestigt wurde. In vielen Fällen nahm und nimmt es dann einen Suchtcharakter an.

    Man kann es Menschen nicht ernsthaft zumuten, dass sie etwas, was sie subjektiv als wahnhaft identifiziert haben, weiterhin kritiklos und freundlich als willkommen und existenzerhaltend betrachten müssen.

    Aufgrund dessen steht ihnen das Recht auf konstruktive Kritik zu. Diese dürfen sie gewaltfrei und gesetzeskonform mit allen zulässigen Mitteln und Maßnahmen mit dem Ziel zum Ausdruck bringen, das vermeintlich oder tatsächlich Wahnhafte abzuwehren, zu beseitigen oder abzumildern.

    Viele Menschen haben für sich z. B. die Einzelherrschafts-Systeme Vatikan, heiliger Stuhl, römisch-katholische Amtskirche, Christentum und Islam als wahnhafte oder wahnähnliche Systeme identifiziert. Diese Menschen wünschen sich, dass sie möglichst schnell aus ihrem Leben verschwinden, zumal sie auch kontrademokratische Inhalte und Eigenschaften aufweisen.

    Zitat: „In seinem Durchschnitts-‚Organ‘ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.“ (H. Böll, dt. Schriftst.).

    Zitat: „Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein ? Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.“ (F. Nietzsche, Zarathustra IV).

    Zitat: „Würde der Mensch heute den Lehren des Alten Testaments folgen, dann wäre er ein Krimineller. Würde er den Lehren des Neuen Testaments genau folgen, dann wäre er ein Verrückter.“ (Robert Green Ingersoll, 1833-1899, US-amerikanischer Redner).

    Bei „Glaubens-Infizierten“ ist die Fakten- und Sachlage so beschaffen, dass sie sich bei ihrem Lebensvollzug einer kontrademokratischen „Supermacht“ ausgeliefert haben, von der sie annehmen, dass sie irgendwo außerweltlich vorhanden sein muss, die aber tatsächlich lediglich in ihren Hirnen und ihrem Denken existiert. Zusätzlich haben sie sich konkret vorhandenen weltlichen „Mächten“ ausgeliefert, die durchweg ebenfalls kontrademokratisch und dafür verantwortlich sind, dass an die Existenz der „Supermacht“ geglaubt wird.

    Sie empfinden durchweg große Sympathie für diese „Mächte“, dienen ihnen vorrangig und lassen sich auch vornehmlich von deren Interessen leiten. Ihre Mitmenschen sind für sie nur von zweitrangiger Relevanz.

    Diesen suspekten „Mächten“ haben sich die „Glaubens-Infizierten“ auch im Eigeninteresse unterworfen, weil sie voller Bewunderung für deren Macht sind, die sie ihnen zuschreiben, und weil sie glauben, von dieser Macht – wann und auf welche Art und Weise auch immer – ichzentriert partizipieren zu können.

    Dadurch, dass „Glaubens-Infizierte“ mit den erwähnten „Mächten“ ichzentriert gedanklich und/oder konkret handelnd paktieren, „verraten“ sie gewissermaßen alle die Mitmenschen, mit denen sie nahe zusammenleben und die ihnen evtl. sogar gewogen sind.

    Das gilt natürlich letztlich auch gesamtgesellschaftlich gegenüber allen Mitgliedern unserer freiheitlich-demokratisch und pluralistisch verfassten Gesellschaftsordnung, in der sie leben und auch aus ihr (gewissermaßen janusköpfig) ihren Nutzen ziehen.

    Verweis:
    (1) Der von mir gebrauchte Begriff „Glaubens-Infektion“ / „Glaubensinfekt“ / „Glaubens-Infizierte“ dient mir als Kurzbezeichnung für den Hirnzustand eines Menschen, dessen Gedanken- und Gefühlswelt durchweg bereits seit frühester Kindheit zumindest partiell mit dem Inhalt einer religiösen oder politischen Ideologie erfolgreich infiltriert wurde. 

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  5. Wilfried Müller sagt:

    Ich verstehe zwar dass man den Nicht-Glauben an Götter in einem weiten Sinn als Glauben auffassen kann. Aber eine Beweispflicht für die Nichtexistenz der Götter kann damit nicht verbunden sein. Sonst wäre man ja bei jeder beliebigen Behauptung zu Gegenbeweisen verpflichtet.

  6. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Ich glaube nicht, dass der Nicht-Glauben an Göttern auch nicht in einen weiten Sinn aufzufassen ist. Das einzige ist, dass in dem Wort ″Nicht-Glauben″ das Wort ″Glauben″ drin steckt. Wenn ich glaube, dass es morgen regnet, heißt es nicht das ich gläubig bin: Ich könnte auch sagen, ich denke, morgen regnet es, oder, ich bin der Meinung, morgen regnet es. Beim ″Glauben″ an Göttern gibt es kein, ich denke, ich meine, wahrscheinlich oder ich vermute – da gibt es den absoluten Glauben an Gott.

    Gruß Wolfgang

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