Fundi-Eltern verzweifelt: Kind IQ-positiv getestet

Wie aus ungewöhnlich schlecht unterrichteter Quelle verlautet, soll sich ein Schrecknis zugetragen haben. Fundamantalistische Eltern wurden damit konfrontiert, dass eins ihrer Kinder IQ-positiv gestestet wurde; der IQ lag deutlich über 100. Was tun? (Bild übersetzt von ZmB)

Die verzweifelten Eltern konnten glaubhaft machen, dass das Kind nicht erblich vorbelastet war. Damit konnten sie die Verstoßung aus ihrer Gemeinde abwenden. Aber müssen sie nun ihr Kind verstoßen?

Ansteckungsgefahr sei nicht gegeben, hieß es dazu. Eine Befragung des Gemeindepropheten gestaltete sich schwierig. Wie aus vielfach wiederholten Aussagen hervorgeht, wurde der betreffende Prophet als Stotterer verkannt, bzw. als Person mit eingeschränktem Redefluss. Bis die Gemeinde merkte, er hatte direkten Zugang zu Goggo-Goggo. Zu Gott? Nein, wurde betont, zu Goggo-Goggo.

Die Gemeinde sei fest in ihrem Glauben an den großen Goggo-Goggo. Der Gemeindeprophet wurde so zitiert: „Wir glauben an Goggo-Goggo.“ (10-fach gekürzt wiedergegeben).

Auf die Frage, ob Goggo nicht aus der Mode sei, zumal auch keine Ersatzteile mehr zu kriegen sind, antwortete der Prophet (10-fach gekürzt): „Unser Bedürfnis ist nicht Golf noch Porsche, sondern wir bleiben bei Goggo.“

Das Problem bestand nun darin, dass soviel Goggo das betreffende IQ-Kind überforderte. Es soll zum Propheten gesagt haben, „Soviel Goggo macht mich groggy.“

„Groggy?“ soll daraufhin der Prophet gesagt haben (10-fach verkürzt), „Wer ist das? Was spricht Groggy?“ Und so kam es, dass der Goggo-Gott zum Groggy-Gott wurde, und das IQ-Kind durfte bleiben und groggy sein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann beten sie noch heute.

Falls irgendjemand dies nicht als Satire erkannte, gibt’s eine schöne Empfehlung zur Weiterverarbeitung des Glaubens. Wie wär’s mit Groggy-Goggy (10-fach gekürzt wiedergegeben)? Das vereinigt die wesentlichen Elemente aller Glaubensrichtungen incl. Islam, Hinduismus, Buddhismus & Scientology. Speziell die 10-fache Wiederholung ist ungemein glaubensfördernd, wie auch die Psychologie erklärt. Es kommt nicht auf den Wahrheitsgehalt an, sondern auf die Wiederholungszahl. Einer Groggy-Goggy-Wiederholung widersteht auch kein IQ über 100. Der wird dann quasi ausgezählt, 100, 99, … 10, 9, … 3, 2, 1, aus.

 

Wilfried Müller

(Dieser Artikel wurde am 20.9.15 zuerst publiziert und am 20.8.19 überarbeitet.)

Link dazu: Wir basteln uns einen Gott

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2 Responses to Fundi-Eltern verzweifelt: Kind IQ-positiv getestet

  1. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Man sollte sich über Menschen mit Sprachbehinderung nicht lustig machen oder Witze über sie erzählen, egal welcher Nationalität sie angehören. Meine Frau wurde als kleines Kind von einem Auto angefahren und am Kopf verletzt, seitdem stotterte sie stark und bekam kaum ein Satz heraus. Ich heiratete sie, trotz der Sprachbehinderung – heute spricht sie wieder normal.

    Gruß Wolfgang

  2. Wilfried Müller sagt:

    Lieber Wolfgang, Du hast recht. Das ist nicht correct. Soll nicht mehr vorkommen.

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