Ein Schreiben an Bischöfin Käßmann, von Sacco

Hier der heute abgeschickte Brief:

Frau Dr. M. Käßmann   – persönlich-  c/o EKD  Nachr. FAZ, Gesundheitsministerin Dr. Reimann, Staatsanwaltschaft Hannover, div.

Teil 1    Die Sintflut

Sehr geehrte Frau Käßmann,

in der letzten Woche kaufte ich Ihr Buch „Wie ist es so im Himmel? in der Missionsbücherei Hermannsburg. Dort beantworten Sie 29 von Kindern gestellte Fragen an die Evangelische Kirche.

Ich möchte Ihre Antwort zur Kinderfrage „22“ ansprechen, die lautet: „Warum hat Gott die Menschen … bei der Sintflut fast alle getötet?“

Sie schreiben, man an solle Kindern die Geschichte so erzählen, „wie es die Bibel tut“. Die Geschichte sei „tief prägend, sie  wurde immer, zu allen Zeiten verstanden“. Leider, muss ich da als Arzt sagen.

Sie erklären, Gott sei „richtig zornig“ gewesen und habe die Erschaffung der Erde „bereut“. Er habe gesagt: „Das will ich alles auslöschen“. Sie beschwichtigen das fragende Kind mit den Worten, solchen Zorn „kennst du doch auch… wenn du das Legohaus… einfach vor Wut kaputt machen möchtest…, weil etwas nicht klappt.“ Nun, das sage ich als Analytiker: Der Vergleich hinkt. Das Kind überlegt nur, eine Sache zu zerstören, wohingegen der Christengott einen Welt-zid anrichtet. Er rettet lediglich acht Erwachsene und nur je zwei Exemplare von Millionen Tierarten. Auch alle jüdischen Babys wurden mit dem Foltermittel Regenwasser abgetötet.

 Pastorin A. zu Dohna, jetzt Göttingen, erklärte mir das mit den Babys hier in Fassberg so: „Herr Dr. ……., glauben Sie nicht, dass alle Menschen (also auch die Babys) irgendwo Sünder sind?“, also gerechter Weise ertränkt werden müssten nach dem Bibel-Motto: „Alle Deine Gerichte sind gerecht.“ Nein, ich glaube es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass man Sünder ertränken darf. Schon gar nicht als Gott. Hier weist Sie Bundespräsident Steinmeier in Ihre Schranken: „Niemals darf Religion Rechtfertigung von Gewalt sein“. Das schreibt er den Amtskirchen im August 2019 vor. „Religion in der Verantwortung“, heißt dann auch das Buch Helmut Schmidts. Auch Kanzlerin Merkel verbittet sich jeden religiösen Fundamentalismus, in welchem Gewalttaten religiös dekliniert werden.

Richtig hingegen bemerken Sie, die Sintflutgeschichte habe etwas „ungeheuer Beängstigendes“ „für Kinder“, da „Gott Leben zerstört“. Denn jedes ältere Kind  zieht ja auch sogleich die Parallele zum Holocaust Hitlers. Doch der Vergleich hinkt ebenfalls – und das merkt ein Kind. Wo Hitler zwei Wannseekonferenzen mit der Frage abhielt, wie man einen Genozid möglichst wenig unerträglich für die Opfer und die Mörder durchführt, nimmt der Christengott, der nach Friedrich dem Großen wie auch seine Vorgänger (Zeus, Jupiter, Odin) ein Konstrukt einer gewissenlosen Geistlichkeit ist,  Regenwasser als Foltermittel. Wo Zyklon B in 10 Minuten wirkte, dauerte die Sintflut ein langes Jahr. Erst dann werden in  den Bergen auch alle Babys abgetötet worden sein. Sie schreiben, Kinder würden immer wieder nach dem Flut-Schicksal von „Dinosauriern“, also Großtieren fragen. Auch ich hatte kindstypisch als Kleinkind mehr Mitleid mit den großen Tieren als bspw. mit den ertrinkenden Juden, wie sie in meiner großen Ravensburger Bibel abgebildet waren und sind (Abbildung 1). Wer Gott wirklich ist, können Sie beim Priester Eugen Biser und dem Mönch Dufner nachlesen.

Dann schreiben Sie widersinniges: Der Regenbogen nach der Flut sei ein „Zeichen des Vertrauens“ in diesen Gott. Sie meinen,  „Und so ist die Sintflut-geschichte eine Ermutigung zu Gottvertrauen“. Doch wäre wirklich ein neues Vertrauen in Hitler entstanden, hätte der Führer seinen Holocaust 1945 bereut, wie es auch Gott nach der Schrift „reute“, den Welt-zid Sintflut begangen zu haben? Nein. Das Vertrauen von Kindern in Ihren Gott, Frau Käßmann,  ist mit der Sintflut-geschichte im geschädigten Kind ein für alle Mal verschwunden. „Vertrauen“ hat ein solches Kind später nur, weil es dazu unter Strafandrohung der Kirchen (und in gottesdienstlicher Hypnose) gezwungen wird. Ja es wird gezwungen, diesen Vorläufer und üblen Wegweiser Hitlers zu lieben und ihn anzubeten. Das präsentieren Sie und die EKD diesen Kindern sogar als das höchste Gebot dieses Gottes.

Dass Sie die Story ernst nehmen, ja wörtlich an die Sintflut glauben und sie zudem noch rechtfertigen mit einem „gerechten Zorn“ Ihres „Gottes“, spricht analytisch für Gottangst auch bei Ihnen. Es ist bekannt, dass man aus verdrängter Gottangst heraus Mönch, Nonne oder auch Bischöfin werden kann. Andererseits sagten Sie einmal, wer „Gewalttaten religiös dekliniert, ist  ein Gotteslästerer“. Nun, das sind Sie. In Ihrem Kopf läuft die Flut allem Anschein nach nicht unter Gewalttat, sondern als gerechter Akt eines Gottes in dem skurrilen Bibel-Sinn, alle seine Gerichte seien gerecht. Ein im Ausgang finales Waterboarding an unschuldigen Babys und Dinosauriern ist nicht gerecht, Frau Käßmann. Hier müssen Sie und die EKD umlernen. Ich bot Ihnen 2009 in dieser Richtung Hilfe an, die Sie ausschlugen. Sie haben sich als Fundamentalistin keinen Millimeter bewegt.

Schon 2009 zeigte ich Sie in dieser Sache nach vorheriger, von Ihnen unbeantworteter Ermahnung wegen Verstoßes gegen § 131 StGB an, der Verharmlosung und Verherrlichung der Straf- und Gewalttat Sintflut, Abbildung 2. Auch dem Kind Adolf Hitler brachte man in seiner Kirche bei, ein Welt-zid könne gerecht sein und sich über einen gerechten Zornesausbruch legitimieren. Nun, Hitler war auf „die Juden“ zornig. Mit der Flutgeschichte  zerstörte die christliche Kirche ein von Hitlers Eltern bereits aufgebautes, gesunderes Rechtsempfinden. Zorn solle zu einem gerechten Holocaust legitimieren, so die christliche und doch so unchristliche  Botschaft. Hitler hörte ja zusätzlich, die Juden seien schuld an der Kreuzigung Jesu. Ja sie hätten sich als Volk selbst verflucht. „Sein Blut komme über uns“, so die leidige Formel der Bibel bezüglich einer herbeikonstruierten, jüdisch-kollektiven Eigenschuld an Auschwitz. Auschwitz war 1944 für etliche Christen der Ort, an dem sich diese „Selbstverfluchung“ bibelgemäß erfüllt haben soll. Ich persönlich glaube nicht an diesen Fluch. Er wurde von frühen Christen konstruiert, die schon ein Auschwitz im Auge hatten.  Auch hat die EKD das antisemitische Kapitel einer, angeblich von Jesus ausgesprochenen  „Teufelskindschaft der Juden“ noch nicht aus der Bibel entfernen wollen. Die Staatsanwaltschaft überlegte 2009 mehrere Monate, wie man Sie von einer juristischen Schuld freisprechen konnte. Dann kam die Antwort: Das Feiernlassen eines Massenmordes sei in Deutschland „sozialadäquat“ und „gänzlich unverdächtig“. Das zog einen Lacherfolg bei einem Hamburger Staranwalt nach sich. Ja, „man sei das hier ja nicht anders gewohnt.“

Nun ist es Ihnen aber verboten, Kinder „ungeheuer zu beängstigen“, was Sie nach eigener Aussage mit Ihrer Art der Darstellung der Flut ja unternehmen und bei Ihren eigenen Kindern unternahmen. Religionen und ihre Verkünder dürfen alles, nur nicht Kinder krank vor Angst machen. Ein ungeheuer beängstigtes Kind ist bereits medizinisch krank. Das ist in der BRD verbotene klerikale Körperverletzung. Ein so von Ihnen missbrauchtes Kind weiß sich zudem in einem „Jüngsten Gericht“ einem üblen Straftäter oder gar einem nach Gewalt Verrückten ausgeliefert, der sogar einen Hitler weit in den Schatten stellt! Hitler ließ noch Babys ausreisen.

Mit ihrem Fundamentalismus produzieren Sie Sacco-Syndrome am laufenden Band, die Krankheit, die man im Rekollectiohaus nahezu ausschließlich therapieren muss. Drei von vier Kleriker-Kindern erkranken an dem Syndrom, da sie mit dem Fundamentalismus des einen Elternteiles nicht zurechtkommen. Ihr Nachfolger im Amt  der Leitung der EKD, Bischof N. Schneider schreibt unseren in evangelischen Kindergärten vorgeschädigten Kindern im Buch „Von Erdenherzen und Himmelschätzen“ auf Seite 54, gewisse Sünder kämen in das ewige Feuer Jesu. Diese Botschaft sei „verstörend“. Es ist nicht erlaubt, Kinder in der BRD mit der persönlichen Option einer ewigen Feuerfolter zu verstören, Frau Käßmann. Im Spiegel-Interview (43/2014) gibt ihr Kollege dann zu, diese Angst-implantation in Kinderseelen sei ein „Geschäft“ der Kirche. So habe ich Schneider wegen geschäftsmäßigem Terrorismus anzeigen müssen.

 Gern halte ich Ihnen in einem größeren EKD-Kreis einen Vortrag über das Sacco-Syndrom. Teilen Sie mir bitte mit, ob Ihnen das recht ist. Ansonsten schreiben Sie mir bitte, was Sie zu den Anschuldigungen sagen. Und ob Sie eine Änderung wollen.

In Teil 2

dieser Briefserie werde ich Ihnen dann schreiben, was Sie Kindern über die Hölle mitteilen. Der Kirchenautor Hans-Werner Deppe schließt sich jedenfalls der Aussage Ihres Nachfolgers Schneider mit den Worten an: In der Hölle werde man „froh sein um jedes nicht brennende Körperteil!“. Unter Jesus sei es in der Hölle schlimmer, als es unter Hitler gewesen sei. Unter dem Führer habe es ja noch „Trost“ gegeben, den man bei Jesus vermissen werde. Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Partner seines Verlages im Jahr 2005: Das Erzbistum Paderborn. Ich habe Deppe angezeigt.

Bis dahin verbleibe ich

Ihr Dr. …..

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4 Responses to Ein Schreiben an Bischöfin Käßmann, von Sacco

  1. Wilfried Müller sagt:

    Was die den Kindern eintrichtern wollen, ist einfach nur pervers.

  2. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Das Geschrei war groß, wenn man früher Katzenbabys und Hundebabys ertränkt hat. Man sprach von Töten der Geschöpfe, die Gott erschaffen hat. Gott selbst hat aber Menschen und Babys durch die Sintflut ertränkt – wo ist da die Logik? Gegen Gott war Hitler noch harmlos dagegen. Eigentlich müssten alle Menschen Gott verurteilen und nicht noch anbeten, mit: ″lobet den Herren″ – für was soll man ihn loben?
    Vor zweitausend Jahren vor Christus war man gar nicht in der Lage eine so große Arche zu bauen, um die ganzen Tiere unterzubringen – die Arche würde schon bei dem Gewicht von zehn Elefanten absaufen.

    Bevor man das Geld durch Spenden der Kirche gibt, sollte man es lieber den Armen geben.

    Gruß Wolfgang

  3. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Was Frau Käßmann von sich gibt, hat mit normalen Menschenverstand nichts zu tun.

    Gruß Wolfgang

  4. Klarsicht(ig) sagt:

    Die Intelligenz des angeblich existierenden „intelligenten Designers“ weist schädliche Mängel auf. 

    Dass die Behauptung, die in dem Titel des „Elaborates“ erhoben wird, zumindest nicht ganz falsch sein kann, ist aus dem „Märchenbuch für Erwachsene der Klerikerzunft“ (der Bibel) zu ersehen.

    Nur deswegen, weil die angeblich vorhandene „Allwissenheit“ des angeblich existierenden „universellen intelligenten Designers“ in entscheidenden Augenblicken offenbar aussetzt(e) oder ER gar nicht über sie verfügt(e), kam es scheinbar zur Geschichte über die „Arche“.

    In allen religiösen Glaubens-Szenen wird devot-servil geglaubt, dass u. a. der Mensch vom „Bibeldämon“ designt wurde.

    Die Mitglieder dieser Szenen meinen u. a., dass ER unwandelbar und irrtumslos sei. Scheinbar macht es sie nicht nachdenklich, dass ihrem „Designer“ schon gleich beim Designen der ersten Menschen ein gravierender Fehler unterlaufen war. Denn sie funktionierten nicht so, wie ER es geplant hatte. Bei Adam und Eva handelte es sich offensichtlich um „charakterliche Fehlproduktionen“ des „Designers“. Deswegen meinte ER, sie u. a. aus dem „Garten Eden“ hinauswerfen zu müssen. Danach „reute“ es IHN irgendwann, die Menschen überhaupt gemacht zu haben, weil ihre „Bosheit“ groß war usw. (1). Aber eigentlich „gereute“ IHN doch nie etwas (2). Hier hat man es mit einem der bibeltypischen Widersprüche zu tun. 

    Hätte der Protagonist des „Märchenbuches für Erwachsene“ damals statt Adam und Eva zwei Uhren designt, so hätte ER sie wohl gleich wieder einstampfen müssen, weil sie die Zeit nicht richtig angezeigt haben würden.  

    „Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels“  (3). „Diese – psychologisch verheerende – Lehre von der Verderbtheit, Verworfenheit und Verdammungswürdigkeit des Menschen wurde zu einem ganz wesentlichen und über Jahrhunderte bis in unsere Zeit wirkkräftigen Aspekt der Anthropologie der christlichen Kirchen. Sie wurde der Bibel entnommen und von den maßgeblichen Kirchenlehrern weiterentwickelt (bis in unsere Tage, so etwa von Karl Barth), wie, um nur ein Beispiel anzuführen, von dem heute noch hochverehrten, in der katholischen Amtskirche heiliggesprochenen Kirchenlehrer Augustinus: ‚Alle Menschen sind eine Sündenmasse, eine Masse der Verdammnis, die unmündigen Kinder nicht ausgenommen‘ “ (4).

    Wie konnte Augustinus dieser Auffassung sein ? Hatte sich etwa die charakterliche Qualität der Menschen, die nach der „Sintflut“ geboren wurden, nicht im Verhältnis zu jener der Menschen, die vom „Bibeldämon“ durch die „Sintflut“ ermordet worden waren, gebessert ? Immerhin stamm(t)en diese Menschen angeblich von jenen Frommen und ohne Tadel (5) ab, die ER doch ausgesucht und von der „Sintflut“ verschont hatte. 

    SEIN Auswahlverfahren hätte doch unfehlbar sein müssen. Es kann doch wohl nicht sein, dass dem „Bibeldämon“ nach Adam und Eva ein zweiter „Designfehler“ unterlaufen war. Hier müssten in den christlichen Szenen doch eigentlich Zweifel darüber aufkommen, dass sie es mit einem allwissenden und irrtumslosen „intelligenten Designer“ zu tun haben. Denn ER hätte es doch wissen müssen, wie sich SEINE „Geschöpfe des Neuanfangs“ entwickeln würden.

    Im übrigen hatte ER ja das Dasein der Menschen durch deren Bestrafung in Form des Rausschmisses aus dem „Garten Eden“ erheblich erschwert. Diese „Tatsache“ hätte IHN eigentlich dazu veranlassen müssen, dass ER das Verhalten SEINES designten Produktes milder beurteilt, da ER doch angeblich so barmherzig ist.

    Es ist durchaus nichts dagegen einzuwenden, fehlerhaft designte Produkte nicht weiter zu verwenden bzw. zu vernichten, wenn sich der festgestellte Fehler als nicht behebbar erweisen sollte. Solche Radikallösung ist jedoch barbarisch und verwerflich, wenn das designte Produkt ein lebendes, denkendes, psychischen und physischen Schmerz fühlendes, um Liebe und Anerkennung ringendes und Ängsten ausgesetztes Wesen (und insbesondere ein designtes Kind) ist.

    Gleichwohl nahm es sich der angeblich existierende „intelligente Designer“ vor, die von IHM angeblich designten Menschen von der Erde zu vertilgen (6). Es „reute“ IHN sogar, auch die Tiere designt zu haben (7), die doch unschuldig gewesen sein dürften (wie die vom IHM designten Kinder). Auch sie beabsichtigte ER zu beseitigen. Noah aber fand Gnade vor IHM, weil er ein frommer Mann und ohne Tadel usw. war (8).

    Bei Noah handelte es sich auch um eine designte Figur, die ihrem „Herrn“ Kadavergehorsam entgegen brachte (wie z. B. auch Abraham, Hiob und Jesus). Mit Ausnahme von Noah, seiner Frau und ihren gemeinsamen Söhnen, Sam, Ham, Japheth, deren Frauen sowie je einem männlichen und weiblichen Tier von jeder Art, wollte der „Designer“ alles auf Erden durch eine „Sintflut“ verderben (9): „…alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen“ (10).  

    Die „Sintflut“ kam vierzig Tage auf Erden (11). „Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, Vieh, Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen“ (12). „Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war“ (13). Alle übrigen Lebewesen hat der „Bibeldämon“ auf grauenvolle Art und Weise in den Tod geschickt (14), was von Christen, die ja daran glauben, dass es sich um ein Ereignis handelt, das historisch stattgefunden hat, zwar zur Kenntnis genommen wird, aber wohl kaum Nachdenklichkeit oder gar Mitgefühl bei ihnen auslöst(e).

    Wie es die „Kirchenlehre“ und die bisherige Menschheitsgeschichte ausweist, ist die Qualität der Nachkommen jener Menschen, die der „Bibeldämon“ selbst ausgesucht und von der „Sintflut“ verschont hatte, wohl doch nicht besser geraten als die Qualität der Menschen, die ER durch die „Sintflut“ angeblich grausam hatte umkommen lassen.

    Die angeblich von IHM herbeigeführte „Sintflut“ verursachte daher eine sinnlose Vernichtung vermeintlich fehlerhaft designter biologischer „Produkte“ und somit ein von IHM verübtes Verbrechen, wenn es sich denn um Ereignisse handelte, die historisch tatsächlich stattgefunden haben und vom IHM zu verantworten sind, was ja als unbezweifelbar zum christlichen Glaubensinhalt gehört. 

    Wieso wurde/wird eigentlich nach dem „Neuanfang durch Noah“ nicht ständig dessen Frömmigkeit und Tadellosigkeit (15) auf die Menschen so weitervererbt, wie nach Adam und Eva angeblich die von ihnen begangene Sünde ständig auf deren Nachkommen weitervererbt wurde/wird ? Im biblischen Kontext scheint es aber wohl so zu sein, dass sich vorzugsweise Schlechtes weitervererbt, Gutes dagegen nicht. Tatsächlich ist es so, dass weder Frömmigkeit noch Tadellosigkeit vererbt werden können. Das gilt natürlich auch für Sündhaftigkeit.

    Nach dem Massenmord durch die „Sintflut“ müsste sich der „Bibeldämon“ für die Menschen eigentlich erledigt haben, was aber leider, wie ja bekannt, nicht der Fall ist. Auch die Massenmörder Hitler und Stalin sind ja leider für einige Menschen noch nicht erledigt. Überhaupt huldigt man Massenmördern oft (z. B. Karl der „Große“ und Kaiser Napoleon I.).

    Der angeblich allwissende „intelligente Designer“ war scheinbar nicht in der Lage, voraus gesehen zu haben, dass die „Sintflut“ ein Misserfolg werden würde ! ER hat mit der angeblich von IHM angerichteten Katastrophe („Sintflut“) den Grund, weswegen ER sie herbeiführte (nämlich die „Bosheit“ der Menschen usw.) nicht aus der Welt geschafft. Denn wie oben schon von mir geschrieben wurde, ist die Qualität der Nachkommen jener Menschen, die der „intelligente Designer“ selbst ausgesucht und von der „Sintflut“ verschont hat, nicht besser geraten als die Qualität der Menschen, die ER angeblich durch die „Sintflut“ grausam hat umkommen lassen. 

    Es wäre interessant, von „Glaubens-Infizierten“ zu erfahren, welche Erklärung sie für den Misserfolg ihres HERRN haben. „Glaubens-Infizierte“ befinden sich doch permanent auf der Suche nach einem übergeordneten Sinn für ihre Existenz. Im Zuge dessen sollten sie evtl. auch nach dem Sinn suchen, wieso ihr HERR angeblich die „Sintflut“ schickte, obwohl ER aufgrund der Allwissenheit, mit der ER angeblich ausgestattet ist, im voraus gewusst haben muss, dass sie ein Misserfolg werden würde. 

    Verweise :
    1 1. Buch Mose [künftig B. M.], K. 6, V. 5 u. 6.
    2 4. B. M., K. 23, V. 19.
    3 1. B. M., K. 6, V. 11 u 12.
    4 Buggle, Franz, „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“, S. 171, 2004. 
    5 1. B. M., K. 6, V. 9.
    6 1. B. M., K. 6, V. 7.
    7 1. B. M., K. 6, V. 7.
    8 1. B. M., K. 6, V. 8 u. 9.
    9 1. B. M., K. 6, V. 10, 18-20.
    10 1. B. M., K. 6, V. 17. 
    11 1. B. M., K. 7. V. 17.
    12 1. B. M., K. 7, V. 21.
    13 1. B. M., K. 7, V. 23.
    14 1. B. M., K. 7, V. 22 u. 23.
    15 1. B. M., K. 6, V. 8 u. 9.

    Die zitierten biblischen Textpassagen sind dem 1912 vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss genehmigten Text des „Alten Testamentes“ entnommen. 

    In dieser Kritikschrift wird die biblische Geschichtsschreibung so aufgegriffen, als berichte sie über historisch verbürgte Fakten (Michael Depner). 

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

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