Danke Bibel, danke Koran

 

Untypischerweise ist der Artikel aus persönlicher Sicht des Verfassers Wilfried Müller geschrieben. Kein Anspruch an Objektivität also, obwohl es viele Leute mit denselben Erfahrungen geben mag, über die ich berichten will.

(Die Bibel und der Koran lasse ich hier mangels realer Basis kopfstehen, wie es bei ZmB für Falschgepoltes Usus sein soll. Quelle Bibel: avantrend, Koran: Tariq786, beides pixabay.)

Zunächst wäre da der Konfirmationsunterricht, in den evangelische 14-Jährige geschickt werden. Dort musste ich gezwungenermaßen die Bibel lesen, und wenige Stunden Bibelstudium warfen in mir die Frage auf: Glaubst du das? mit der glasklaren Antwort: Nein, das glaub‘ ich nicht.

Und schon war ich Atheist.

Ich hatte die Bibel als Märchenbuch erkannt, mit der allfälligen Konsequenz, dass auch der behauptete Gott und sein angeblicher Gottessohn nur Fiktionen sind. Vorher hatte ich noch nie selbständig über weitreichende Themen nachgedacht. Gelegentlich des Konfirmationsunterrichts habe ich mein Hirn erstmals ernsthaft in Betrieb genommen. Seither bin ich ein denkender Mensch – und das verdanke ich den hanebüchenen Abstrusitäten aus der Bibel, die mir die Unglaubwürdigkeit der Religion klarmachten.

Später wurde mir bewusst, wie brutal die Bibel-Storys sind, und was für eine Schweinerei hinter den Höllendrohungen steckt (siehe auch Sacco): Die Menschen mit erfundenen Bedrohungen dumm und gefügig zu machen.

Eine Weile darauf wurde mir außerdem klar, wie menschenfeindlich die Bibel ist, wie eben die Religionen insgesamt: Sie stellen die Interessen eines vermeintlichen Gottes über die Interessen des Menschen, und das ist nun mal menschenfeindlich. Zumal wenn der Gott Leistungen im Diesseits einfordert und dafür Belohnungen im „Jenseits“ verspricht.

Der reale Gehalt ist auch beim Drumrum gering, das sind lauter Hörensagen, die zig Jahre nach dem biblischen Geschehen aufgezeichnet wurden. Damit steht die Bibel als brutales, menschenfeindliches Märchenbuch da. Es gab mir Bestätigung, wieviele andere dieselbe Erkenntnis hatten, viele sogar in jungen Jahren, typischerweise mit 13, 14, 15.

Auch der Koran ist ein brutales, menschenfeindliches Märchenbuch. Mein Bibelstudium war nach einigen Seiten abgeschlossen; den Koran hatte ich nie gelesen. Als ich es zum ersten Mal tat, wurde mir nach wenigen Seiten schlecht. Diese ewigen Wiederholungen der lügnerischen „Facts“, diese Frechheit, mit der der Erfinder Mohammed „von Allah herabgesandte“ Weisheiten verkauft … Ansonsten ist das Prinzip vom Christentum kopiert, Sündenvergebung, Höllenfeuer einheizen und immer wieder Unterwerfung, Unterwerfung, Unterwerfung.

Der Koran ist nach dem Prinzip der Gehirnwäsche aufgezogen. Die ewige Wiederholung des Glaubenscredos dürfte auf den Leser eine hypnotisierende, beballernde Wirkung ausüben. Zumal wenn junge Menschen den Koran auswendig lernen müssen, was mit vielen Wiederholungen der ewigen Wiederholungen verbunden ist.

Kein Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, würde sich das freiwillig antun. Aber das ist gerade das Prinzip der Religion, dass sie die Menschen so früh wie möglich indoktriniert, um ihnen den Verstand zu kupieren. Nur wenige erwachsene Menschen bringen es fertig, bibel- oder gar korangläubig zu werden. Kinder sind aber nicht durch einen ausgebildeten Verstand geschützt. Ihnen kann man sowas einbimsen, und dann sitzt es fürs ganze Leben drin.

In diesem Sinn ist bekenntnisorientierter Religionsunterricht eine Schändung der Kinder, und die Koranschule in Vorschuljahren ist noch schlimmer. Auch der katholische Kommunionsunterricht ist schandbar, weil er schon im dritten Schuljahr (Österreich zweites Schuljahr) erteilt wird. Dann sind die Kinder noch nicht im „Vernunftalter“, wo sie sich gegen Gehirnwäsche wehren könnten.

Der evangelische Konfirmationsunterricht ist humaner, wie ich bestätigen kann. Der findet im achten Schuljahr statt. Bis dahin haben die 14-Jährigen Zeit, sich ein geistiges Gerüst zuzulegen, so dass sie nicht mehr so wehrlos gegenüber den religiösen Einflüsterungen sind.

Wenn der Koran-Unterricht auch mit 14 erteilt würde, dann dürfte er dieselbe abschreckende Wirkung ausüben wie die Bibelkunde. Dann würden viele Jugendliche den Versuch von Manipulation und Gehirnwäsche erkennen und abwehren.

Wenigstens kann man froh sein, dass auch der Koran voll von Unglaubwürdigkeiten ist. Deshalb also Dank an die Bibel und an den Koran, weil beide von hanebüchenen Abstrusitäten strotzen. Lauter „Religionswahrheiten“ (Synoym für Lügen), die der erwachsene Verstand leicht als Fakes erkennt.

Danke Bibel, danke Koran!

 

Wilfried Müller

Anmerkung: In dem Artikel ist vorausgesetzt, dass keine Götter real existieren, und dass die Botschaften der Religionen Lügen sind. Beides ist bei ZmB ausführlich abgehandelt, hier die Links dazu.

(Der Artikel wurde zuerst am 26.6.17 und am 27.12.18 publiziert und am 23.12.18 und am 29.8.19 überarbeitet.)

Dieser Beitrag wurde unter Weltanschauungen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Responses to Danke Bibel, danke Koran

  1. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Unsere Kinder wurden weder getauft noch konfirmiert. Sie sollten später selbst entscheiden, ob sie einer Religion angehören wollen oder nicht. Die Bibel und der Koran gehören verbrannt.

    Gruß Wolfgang

  2. Wilfried Müller sagt:

    Bücherverbrennungen sind tabu weil das die Nazis dunnemals so gemacht haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.