ADS, eine oft Kirchen bedingte Erkrankung?

Hier der Beweis

Beweise soll er bringen, der Internist Frank Sacco, dass ernstgemeinte Androhung oder Ankündigung von Folter in Apokalypse oder Hölle durch die Amtskirchen Kinder krank machen kann. Schon diese Forderung ist im Prinzip unsinnig. Fährt man mit einem Panzer über ein Kind, nimmt es Schaden. Zudem ist es im Prinzip Aufgabe der Psychiatrie, den geforderten Beweis zu erbringen. Doch die ist selbst angst- bzw. religionskrank. Ja sie gibt diese Krankheit indirekt selbst zu. Ich habe ein Buch darüber geschrieben in www.frank-sacco.de. „Die Neurose Sigmund Freuds“. Es ist hier online. Das Denken über Religion „fehle“ in der Psychotherapie. Man überweise Patienten mit Religionsschäden zu den Verursachern, zum Klerus. Diese Denkhemmung im eigenen Fachgebiet (!) ist angstneurotisch bedingt und in ihren Auswirkungen natürlich für die Patienten fatal. Sie führt über eine autistoide Taub- und Stummheit meiner Kollegen in Sachen Religion zu unterlassenen Hilfeleistungen. Man versagt hier auf nahezu voller Breite und therapiert Angsterkrankungen mit Betäubungsmitteln (bei ADS) und Neuroleptika (bei Psychosen und Neurosen). So kann mir die katholische Bischofskonferenz schreiben, es sei nirgendwo „valide belegt“, dass eine Androhung von Folter bei der nach Bibelaussage zu erwartenden  Apokalypse Kinder krank machen könne. Doch nun ist es belegt. Was die Psychiatrie ihrem größten Arbeitgeber nicht belegen wollte, haben die Kirchen ihren Angestellten selbst belegt.

Auf der Klaviatur der Schuld und der Angst müsse der Klerus spielen können, so der Theologe David Berger. Das tat man 2010 über Ausstellungen in allen Kirchen Würzburgs mit dem Thema  „Apokalypse“, dem Wiederkommen des Messias. Nach Lukas 17 macht  der Heiland dann die „Sintflut neu“ und „Sodom und Gomorrha“ ebenfalls. In der St. Stephan Kirche saß ein weinendes Mädchen. Es hatte die „Erklärung“ zum Apokalyptischen Reiter (Off. 6, 1-6) gelesen. Text: „Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben …, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.“ Die Apokalypse werde „bald“  kommen. Es werde Tod, Leid und Hunger kommen und „mit Feuer“ werde die Erde verbrannt werden. „Denn stark ist Gott der Herr, der richtet“, hieß es.  Nach einer Abmahnung, die ohne Ergebnis blieb, zeigte ich die Kirche St. Stephan noch im Jahr 2010 an, um die Weiterführung der Ausstellungen zu verhindern. Ich sagte in der Anzeige, die ich 2012 wiederholte, Gesundheitsschäden an Kindern voraus.

Als Folge dieses kirchlichen Großversuches in Würzburg ist die Stadt heute „Weltspitze“ bei  der Angsterkrankung ADS. Die ist eine Flucht vor nicht Auszuhaltendem in die Hyperaktivität. Jedes 5. Kind hat dort ADS. Doch auch vermehrte Suizide sagte ich voraus. Auf der  Internetseite „Seelische Störungen durch die Lehre der Kirchen“ las ich am 18. 10. 2015, nach einer „Studie der Universität Würzburg“ sei die Stadt  heute „eine Hochburg der Selbstmörder“. Die Forscher würden von einem Zusammenhang mit dem „konservativen, stark katholische geprägtem Milieu“ der Stadt ausgehen. Der Jesuitenpater Rupert Lay bestätigt das: „Die Hälfte der Patienten, die zu mir in Therapie kommen, sind krank durch  Erfahrungen, die sie in der Kindheit und Jugend mit der Kirche gemacht haben.“ Besonders pathogen sei das Dogma  der „ewigen Verdammnis“. Nach einer Erhebung der Betriebskrankenkassen  ist Würzburg ein Zentrum depressiver Erkrankungen (Medical Tribune, 9. Jan. 2015, Seite 21). Und wo es viele Depressionen gibt, gibt es aber auch viele Suizide.

Dieses „Endspiel“ wird für etliche Geschädigte später in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt oder gar auf Friedhöfen sein Ende finden. Wer aus der Bibel ohne „Filteranlage“ trinkt, wie die Würzburger Kinder es mussten und weiterhin  müssen, „wird krank oder wahnsinnig“, wusste Bernhard Shaw. Auf  Facebook melden sich bei mir immer öfter ehemals Schwerkranke, denen die Zusammenhänge mit ihrer Religion irgendwann deutlich geworden sind.  Auch sie sind ein Beweis dafür, dass die Verbrechen der Amtskirchen an Kindern nicht folgenlos bleiben können. Wer mit Folter droht wie Bischof Nikolaus Schneider, ist ein Verbrecher. Wie lauten nun die gängigen Vergehen der Kirchen?

Kindesmisshandlung nach § 235 RiStBV, Androhung von Folter und diversen Verstößen gegen deutsches Recht, wie sie sich aus dem Text ergeben, u.a. § 225 StGB Misshandlung von Schutzbefohlenen, § 240 Nötigung, § 241 Bedrohung, § 1631 BGB Personensorge, Störung der Religionsruhe, § 131 StBG Gewaltdarstellung, Verstoßes gegen Art. 1 GG und gegen § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes Und auch „Gotteslästerung“ nach § 166 StGB. Denn ein Gott, der die Liebe sein soll, wird sich nicht irgendwann wie ein Hitler aufführen. Sowieso sei die Androhung jenseitiger Strafen aber nur ein „Geschäft“ seiner Kirche, so Bischof Schneider. Es ist mit das schmutzigste Geschäft dieser Erde.

 

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1 Response to ADS, eine oft Kirchen bedingte Erkrankung?

  1. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    In den meisten Bundesländern in Deutschland gibt es in den Schulen keine Pflicht, am Religionsunterricht teilzunehmen. Der Staat sollte aber generell in Schulen den Religionsunterricht abschaffen und verbieten. Auch Eltern sind in der Pflicht und sollten ihre Kinder nicht am Religionsunterricht teilnehmen lassen. Das wäre ein kleiner Schritt, um Kinder von Religion fernzuhalten und zu schützen.

    Wer meint, er müsse in die Kirche gehen, soll es tun, aber nicht anderen Menschen die Religion und den Glauben an einen Gott aufdrängen oder implantieren.

    ADS ist nicht nur allein ein Religionsproblem, sondern auch ein Gesellschafts- und Schulproblem. Die Kinder sind heute in der Schule so gefordert, dass sie das ganze gar nicht so schnell verarbeiten können. Der Stress- und Leistungsdruck ist hoch.
    Damals hat man noch das ABC und 1 × 1 gelernt, heute schreiben die Kinder in der 1. Klasse gleich ganze Sätze, ohne die Buchstaben und deren Bedeutung zu kennen.
    Früher gab es kein ADS, zumindest kannte ich keinen, der ADS auffällig war.

    Gruß Wolfgang

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