Übersetzungshilfe III

Übersetzungshilfe für religiöse und profane Sinnsprüche

Wieder ist die Zeit für Klartext mit Vitamin H wie Humor gekommen (der Pfeil im Bild von Clker-Free-Vector-Images, pixabay, wurde von ZmB verdreht, „Achtung, diese Seite nach oben“). Damit stimmt auch die Richtung für das Folgende.

Die hochheilige Religion gibt immer wieder etwas für die Leserbespaßung her, etwas zum Belustigen, wenn einem das Gemüt danach steht. Diesmal wird wieder dem Heiligen Vorrang eingeräumt, und das Profane kommt am Ende:

 

»Ihr seid alle Sünder.«
= Frechheit

»Ihr seid alle Sünder.«
=
Das christliche Denken orientiert sich an einem allmächtigen Gott. Es ist also alles so wie der Allmächtige es möchte.

»Ohne den Herrn gelingt nichts.«
= wenn doch, machen wir’s wenigstens madig.

»Jesus lebt.« (2)
= vielleicht nehmen sie uns diese offenkundige Lüge auch noch ab.

»Ohne Gottes Hilfe wäre ich verloren.«
= wenn die Hilfsbedürftigkeit so imaginär ist wie der Helfer, passt es sogar.

Die ex-päpstliche Warnung vor den »modernen Trugbildern«
= der (deutsche Ex-)Papst will seine alten religiösen Trugbilder kultivieren.

»Enthaltsamkeit, kein Sex vor der Ehe.«
= lasst euch das Naturgegebene vorenthalten, damit der Trieb euch in eine übereilte Ehe drängt und ihr schleunigst Kinder kriegt.

»Was es in einer Gesellschaft an Überzeugungen und Werten gibt, speist sich ganz wesentlich aus Religion.«
= tun wir so, als ob es noch Mittelalter wäre. Ignorieren wir, dass die heutigen Überzeugungen auf Wissenschaft basieren und die Werte auf der Aufklärung.

Fundis
= Besessene

von Gottes Gnaden
= Scheinargument für Entrechtung, damit setzt man sich über die Zustimmung der Betroffenen hinweg.

»Selbst denken heißt zum Teufel beten.«
= wer denkt, betet nicht, und wer nicht denkt, bleibt dumm.

»Wenn alles problemlos läuft, können wir uns nicht weiterentwickeln.«
= (stimmt)

heilig
= profan, Heiligsprechungen sind reine Willkür.

Entglaubung
= aktive Sterbehilfe für die Religion

»Sieh die tiefere Wahrheit hinter dem Schema.«
= trainiere, überall das Gegenteil reinzuinterpretieren.

»Man muss Antennen dafür entwickeln.«
= da ist höchstes Misstrauen angebracht, meistens heißt es, sie wollen uns einseifen.

»Wenn du glaubst und betest, kommst du in den Himmel und hast ein ewiges Leben.«
= Leistungserbringung im Diesseits und Belohnung im Jenseits = Betrug.

»Tefer als in Gottes Hand kannst Du nicht fallen.«
= das stimmt, aber wer will so tief fallen?

»Es ist vernünftig zu glauben.«
= ja, aber nur bis IQ 75.

»Es ist vernünftig zu glauben.«
= was die Dogmendealer so sagen.

Oblate
= Keks-Werdung Christi

Die Bibel im Nachtschrank vom Hotel
= christliches product placement (auf der letzten Seite sind die Telefonnummern der Huren).

»Fürchtet den Zorn Gottes!«
= Wenn sie mir nicht gehorchen, dann dem Popanz, den ich mir für sie ausdenke.

Kirchenasyl
= Ewiggestrige versuchen quasi als übergeordnete Instanz rechtsstaatliches Handeln zu vereiteln.

Moscheeasyl
= ist konsequenterweise enzuführen z.B. für Ehrenmörder.

Gebetsteppich
= genau so ein Mumpitz wie fliegender Teppich.

Ganzkörperverhüllung
= chicer islamischer Dresscode

Koranschule
= Hassmanufaktur

Aufklärung
= Sterbehilfe für die Religion

»Apostasie«
= das heißt jetzt reli finisher.

Das Profane soll auch nicht zu kurz kommen:

»Wir zahlen unsere Schulden.«
= beliebter Spruch aus der griechischen Mythologie, der sich aufs Jenseits bezieht.

»Der Euro fördert die europäische Integration.«
= ich konnte noch nie Integrieren von Differenzieren unterscheiden.

»Was brauchen Regierungen zu Regulierungen?«
= ul

 

Wilfried Müller

(Dieser Artikel erschien zuerst am 8.9.13 und zuletzt am 9.9.18 als Übersetzungshilfe V+VI, er wurde am 9.9.18 und am 25.9.19 überarbeitet.)

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