Völliges Versagen der Psychiatrie beim Sacco-Syndrom

Äußern kassenversicherte Patienten  Zusammenhänge ihrer Krankheit mit Glaubensdogmen, „überweist“ die Psychiatrie die Erkrankten. Wohin? Sie überweise, so der vortragende Psychiater Dr. Rüber-Winterhoff auf einer  Fortbildungsveranstaltung im  Dez. 2011 im Landkreis Celle, zu den „Verursachern“ der Erkrankung, also zum Klerus. Damit gibt die Psychiatrie zwei Dinge zu:

 

  1. Der Klerus „verursacht“  Erkrankungen (was man an anderer Stelle vehement zu leugnen versucht).
  2. Man überweist die durch alle Ritzen kommenden Erkrankten  zu den „Verursachern“, also zu medizinischen und dazu noch ihren orthodoxen Dogmen verpflichteten Laien.

 

Wer nicht das Höllendogma vertrete, der versündige sich gegen den Heiligen Geist, so Papst Benedikt zu der Geistlichkeit. Dieser Vorgang ist unglaublich. Aufgrund der skurrilen Überwachungspraktiken der Psychiatrie musste der deutsche Papst Schnellkurse in der Disziplin „Teufelsaustreibung“ einführen. Erst treibt man die Angst in die Kinder hinein, dann wieder für einen Obolus heraus. Ein wirklich einträgliches „Geschäft“.

Es sind eigene verdrängte religiöse Ängste unserer Psychiater, die diesen Mechanismus bewirken. Da teils Schwerkranke und Suizidgefährdete so aus dem qualitätsgesicherten Gesundheitssystem ausgeschleust werden, handelt es sich um einen ausgewachsenen Skandal. Hier ist die Psychiatrie auf einem unverzüglich zu korrigierenden Weg. Die Niedersächsische Ärztekammer wurde über das Verhalten der Psychiatrie informiert und sollte sich äußern (Stand 2016). Sie äußert sich nicht (Stand Ende 2019). Im Gegenteil: Man will mir aufgrund meiner Initiative jetzt meine Approbation als Arzt entziehen. Ich dürfe mich nicht mit Patienten über ihre Religionschäden unterhalten, so der NiZzA als Behörde.

Der Fortbildungsausschuss  der Kammer  betitelt meine Arbeiten sämtlich als nicht „nachprüfbar“, nicht nachvollziehbar“ und nicht „objektivierbar“. Meine Fortbildungsartikel für Patienten, Psychiater, Psychologen und andere Ärzte würden den Zweck einer Fortbildung nicht erfüllen, als da seien „hochwertige Patientenversorgung“ und Qualität „ärztlicher Berufsausübung“. Es fehle „Wissenschaftlichkeit“. Es liege  hier die „reine Meinung“ eines Einzelnen vor. Das sind weitere Unwahrheiten und ein weiterer Skandal. Auch der Fortbildungsleiter  der Kammer Baris Oral  blockiert hier eine dringend notwendige Fortbildung auf dem Gebiet religionsbedingter Schäden. Er lässt unsere Kinder mit ihren existentiellen Ängsten ebenso im Stich wie die Psychiatrie.

 

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1 Response to Völliges Versagen der Psychiatrie beim Sacco-Syndrom

  1. Frank Sacco sagt:

    Wo die etablierte Psychiatrie leugnet, dass Kirche heute überhaupt krank machen kann, gibt Kardinal Marx am 9. November 2013 in einer Schule vor Eltern zu, die Kirche habe mit der Hölle Angst gemacht. Es gebe eine Auferstehung „aber ohne erhobenen Zeigefinger und ohne eine Hölle mit Folter, Gefängnis und Siedeofen“. Die Kirche mache mit Bildern wie dem des Fegefeuers und der Hölle Angst vor dem Tod. Wörtlich sagte Marx: „Und dafür müssen wir Buße tun“. Jesus sei es darum gegangen, nicht Sünden zu bestrafen, sondern jedem Menschen Heil und Rettung zuzusagen. „Die Kirche muss im Miteinander die Angst vertreiben“, so Kardinal Marx.
    Die Rede des Kardinals stieß bundesweit in katholischen Zeitungen auf große Ablehnung. Schade. Die Hölle ist ja in Beton gegossenes Dogma der katholischen und evangelischen Kirche.Wer sich in Gottangst sein ganzes Leben im Liebegeben abstrampelt und überfordert, so jemand will auch oft, dass es irgendwann, sprich im Jenseits, „Gerechtigkeit“ für „böse Menschen“ gibt. Bischöfin Käßmann erwähnt hier Hitler und Stalin: Es bestehe ein religiöses Wollen, „dass Gerechtigkeit kommt wie im Märchen: die böse Stiefmutter verbrennt…“, so die Bischöfin zu den Kindern im Buch “Wie ist es so im Himmel“, Herder. Niemand werde dort aber „ewig schmoren.“

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