Verrat an unserer Leitkultur

Die meistgestellte Frage ist heute, warum wählen so viele AfD?

Dieser Artikel vertritt die Ansicht, es ist der Verrat an unserer Leitkultur, der mehr oder weniger bewusst dazu führt (Das Bild von Alexas_Fotos, pixabay, soll unsere Leit(er)-Kultur symbolisieren.)

Natürlich ist es auch die Alternativlosigkeit, die sich aus der Gleichschaltung von CDU/CSU, SPD, Der Linken, Der Grünen ergibt. Alle diese Parteien machen linksgrüne Politik. Sie verweigern die Rückkehr zu regulären Verhältnissen, wo der Staat darüber bestimmt, wer einwandern darf und nicht die Einwandernden, und wo das Recht gleichermaßen angewandt wird auf Einwandernde wie auf Einheimische (Zweierlei Maß – Asylimmigranten bessergestellt als Deutsche).

Was Wunder, wenn viele diese Parteien nicht mehr wählen mögen und sich der AfD zuwenden. Da hilft auch das AfD-Bashing nicht, mit dem die ganze Partei als faschistisch hingestellt wird. Und zwar, weil eine der dümmsten Führungskräfte per Gerichtsbeschluss als Faschist bezeichnet werden darf; allerdings nicht, weil das Gericht den Betreffenden als Faschisten abstempelt, sondern weil die Meinungsfreiheit verlangt, übertreibende Kennzeichnungen des Gegners hinzunehmen (Gerichtsurteil).

Die linksgrünen Kritiker üben mit der Faschismuskeule genau die Verallgemeinerung aus, die sie in anderen Fällen als uncorrect bekämpfen. Von den vielen normalen Leuten, die mit faschistischen Umtrieben nichts zu tun haben wollen, die aber eine reguläre Migrationspolitik wollen, ist nicht die Rede. Die haben durch die Linksgrünwerdung der CDU ihre politische Heimat verloren. Und hier beginnt die Geschichte vom Verrat an der Leitkultur.

Unsere Leitkultur

So um 1950 gab es noch viele Kulturchristen im Land, die ihre Religion nicht hinterfragten, sie aber auch nicht wirklich ernstnahmen. Dann kam die Welle der Aufklärung, Emanzipation, Enttabuisierung und der Kirchenaustritte. Die Menschenrechte traten in den Vordergrund, das Recht auf Selbstverwirklichung und freie Wahl der Lebensumstände.

Die Religionen wurden zunehmend als pervers und lächerlich erkannt (Emanzipation von der Religion). Pervers ist die christliche Götterstory, wonach der allmächtige Gott seinen Sohn totfoltern ließ, um seine Kunde zu verbreiten. Lächerlich ist die muslimische Götterstory, nach der Mohammed die Botschaft vom Erzengel Gabriel empfangen hat. Letzteres kam bei den Muslimen erst später an. Die Kulturmuslime, die ihre Religion mehr als Folklore sehen, breiteten sich zögerlicher aus. Da gibt es einen starken Nachholbedarf.

Festzuhalten ist, dass außer Aufklärung, Emanzipation und Enttabuisierung auch die Religionsbefreiung zu unseren wichtigsten Kulturgütern gehört. Zusammen macht das den Kern unserer Leitkultur aus, unserer wissenschaftlich-technischen Kultur der Moderne.

In den 1970er-Jahren blühte sie noch, da hatten wir eine soziale Marktwirtschaft, wo ein Normalverdiener genug einnahm, um eine Familie zu unterhalten und ein Haus zu bauen (Reload 1970).

Nach Jahrzehnten der Deregulierung ist die soziale Marktwirtschaft allerdings futsch, es gibt ein neues Prekariat, und Häuser können sich nur noch Besserverdiener bauen (Globalisierter Vertrauensbruch). Die religiöse Entrümpelung verlief auch nicht ohne Probleme. Der Gott Mammon ist kein brauchbarer Ersatz, weil in dessen Namen einige wenige alles an sich reißen (Das Ethosdefizit, nebenbei bemerkt ist deshalb die vernunftkonforme Sinnstiftung hochwichtig geworden, wie sie bei ZmB versucht wird).

Schwerbeschädigte Demokratie

Nicht nur das Soziale wurde beeinträchtigt, auch die Demokratie ist schwerbeschädigt. In den USA hat sich eine Plutokratie entwickelt, die über mächtige Ausbeutungsinstrumente verfügt. In der EU sorgt eine bürokratische Elite für Überreglementierung, und in der Eurozone wird die Machtergreifung durch demokratisch nicht legitimierte Institutionen geprobt (EU+D: Regulierungs-Asymmetrie).

An der Re-Regulierung wird seit dem Bankencrash 2008 ohne greifbaren Erfolg gebosselt (Wo kommt die Ungleichheit her?); stattdessen kriegen wir eine neue Militarisierung (Der europäische Zusammenbruch). Und man wird die falschen Entwicklungen nicht los, weil es nicht nur die Faschismuskeule gibt, sondern auch viele andere Keulen – und die wirken prächtig. Im Geiste hat der Bundesbürger einen total zerbeulten Kopf, so viele Keulen kriegt er übergebraten.

Desinformation, Täuschung, Irreführung, Manipulation beherrschen die Szene (Die Lügenkultur). Die Nazikeule wirkt (Psychoanalyse der Flüchtlingspolitik), die Klimakeule wirkt (Grüne Diskrepanz – Klimaleugner vs. Geburtenleugner), die Correctnesskeule wirkt (Emanzipatorisches Zoffpotential liegt brach). Das Arbeitsamt darf inzwischen qua Gewohnheitsrecht jeden Monat neue Lügenzahlen auftischen. Beim Bamf ist die Asylprüfung zu einer Farce geraten, es wird hin und her geprüft, und am Ende bleiben doch fast alle da. Niemand glaubt mehr an das Rückführung-Rückführung-Rückführung-Geschwätz, und trotzdem wird die Legende aufrechterhalten, die Asyl-Immigranten seien gemäß der Gesetzeslage nur vorübergehend im Land. Dabei wird das durch den Familiennachzug sogar für Abgelehnte („subsidiär Geschützte“) und unbegleitete Jugendliche de facto konterkariert. Und die EU finanziert einen Islamophobie-Report, der ihre eigene Immigrationspolitik verunglimpft (Islamophobie-Report: manipulativ, unredlich und unseriös).

Worin besteht nun der Verrat an unserer Leitkultur?

Er liegt darin, dass unsere Errungenschaften leichtfertig aufgegeben werden, dass unser gesellschaftlicher Fortschritt negiert wird, dass unsere Leitkultur geringgeschätzt wird. Bei ZmB wurde schon beklagt, dass Wissenschaft & Technik ohne das zugehörige Ethos exportiert wurden (Von der Notwendigkeit eines globalen menschlichen Ethos‘). Das Entsprechende gilt beim Import von Menschen, wenn man die asylbezogene Immigration so nennen darf.

Da kommen viele Menschen, die in rückständigen Kulturen aufgewachsen sind und den menschenfeindlichsten Religionen anhängen. Allzuviele sind nicht aufgeklärt, sondern abergläubisch und von ihren Autoritäten leicht beeinflussbar. Es sind autoritätshörig Sozialisierte, die hier in ein Autoritätsvakuum kommen.

Die Frage ist, wer füllt das Vakuum an Entscheidungsbefugnis? Wird das von fremden Autoritäten vereinnahmt, von fundamentalistischen muslimischen, erdoganischen und sonstigen Feinden unserer Kultur? Oder wird es an unsere Moderne angepasst? Wir wissen es nicht; unsere Bamfen fragen nicht mal danach, geschweige denn, dass ein Bekenntnis zur Leitkultur verlangt wird wie in anderen Staaten.

Es geht hier nicht darum, solche Immigranten als geringerwertig abzuqualifizieren. Aber die Rückständigen sind hier fehl am Platz und werden trotzdem ungebremst auf unsere Kultur losgelassen. Ohne passende Gebrauchsanweisung, nur mit dem frommen Wunsch nach „Integration“. Aber auch wenn sie mit Integration nichts im Sinn haben, müssen sie gemäß herrschender linksgrüner Agenda rückhaltlos akzeptiert werden. Das gilt selbst dann, wenn sie archaischen Göttern anhängen, frauenfeindlich sind, die Großfamilie als Ziel haben und vernunftwidrige Einstellungen hegen.

Das derzeit geltende Dogma heißt, sie sind Asylanten oder Flüchtlinge, die bedingungslos aufzunehmen und voll zu alimentieren sind, und es darf nur ein Minimum an Forderungen an sie gestellt werden. Doch am Ende dürfen so gut wie alle dableiben; sie werden also zu Immigranten, ohne dass sie die ansonsten übliche Eingangsprüfung bestehen müssen. Im Gegensatz zum Familiennachzug für Deutsche, bei dem hohe Anforderungen gestellt werden, wird beim Familiennachzug für Asylanten/Flüchtlinge/Abgelehnte gar nicht geprüft, was da für Leute reinkommen.

Jeder weiß, dass dieser Vorgang zunehmend unumkehrbar wird. Das Bamf ist zwar nicht gezwungen, ihr Bleiberecht über das Sachlich gebotene hinaus zu verlängern, aber weil es linksgrün gewollt ist, wird garantiert verlängert ohne Ende. Das lehrt die insuffiziente Umsetzung der Abschiebungen genauso wie die permissive Handhabung des Familiennachzugs.

Derweil tut unsere törichte Politik immer noch so, als seien es vorübergehend beherbergte Flüchtlinge und nicht Immigranten auf immer. So wird es versäumt, die Ankommenden auf unsere Kultur einzuschwören, ehe sie deren Wohltaten genießen dürfen. Natürlich gibt es viele unter ihnen, die moderne Vorstellungen aufnehmen und sich integrieren – doch das ist gewiss nicht der Autorität unserer Verantwortlichen zu verdanken.

Wenn es gutgeht, reisen sie ein, integrieren sich und bleiben.

Wenn es nicht gutgeht, reisen sie ein, integrieren sich nicht und bleiben trotzdem – und es steht in ihrem Belieben, ob sie sich integrieren.

Das ist  der Verrat an unserer Leitkultur.

Unser Fortschritt, unsere errungenen Werte Aufklärung, Emanzipation, Enttabuisierung und Religionsbefreiung werden leichfertig aufs Spiel gesetzt. Ganz objektiv gesehen bringt die asylbezogene Einwanderung Rückschritt auf all diesen Gebieten – speziell wenn sie nicht gutgeht -, und niemand tut was dagegen. Nicht mal die Emanzen schert es, wenn dauerschwangere Frauen verschleiert drei Schritte hinter ihrem Mann einherwandeln, das Ganze finanziert vom Steuerzahler.

Bei diesem importierten kulturellen Rückschritt fallen wir hinter Positionen zurück, die längst überwunden waren. Nicht dass alle diese Punkte für alle gelten, aber es gibt sie:

  • Frauen als Menschen 2. Klasse, freie Frauen sind „Schlampen“,
  • Männer als Paschas, die womöglich mehr als 1 Frau haben,
  • Vielkinderfamilien sind beliebt,
  • Kindererziehung mit Prügeln,
  • Jungen werden beschnitten, und das wurde sogar staatlich legitimiert,
  • Mädchen werden teils auch beschnitten, wenigstens das ist verboten,
  • Kinderehen werden erzwungen,
  • Ehrenmorde kommen vor,
  • unsinnige Tabus (kein Schweinefleisch),
  • schädliche Riten (Ramadan),
  • vielfach wird die Scharia als Gesetz gewünscht.

Als hilfsbereiter Mensch darf man durchaus dafür sein, dass die Hilfe für solche Menschen vor Ort erfolgt, zumal man dort zum selben Preis zigmal mehr Menschen hilft. Man darf durchaus dagegen sein, dass sie hier einwandern; man darf eine Alternative wollen. Aber was wählt man dann?

Der CDU-SPD-Links-Grün-Block will nicht wissen, was die Einwohner denken. Er will sie nicht fragen, ob sie die vielen kulturfernen Fremden aufnehmen wollen; er will nicht fragen, ob die Einwohner wollen, dass die Fremden dableiben dürfen. Er sagt den Einwohnern nur, dass die Alternativ-Partei Teufelswerk ist, das sie nicht wählen dürfen. Aber wo ist dann die Alternative?

 

Wilfried Müller

Hier eine andere Sicht: Oskar Lafontaine zur Wahl in Thüringen: Die selbsternannte Mitte macht Politik für eine Minderheit

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5 Responses to Verrat an unserer Leitkultur

  1. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    Die Wahl in Thüringen hat wieder einmal gezeigt, dass die Ostdeutschen unzufrieden mit der bisherigen Regierung sind: Sie haben die AFD auch nicht aus Protest gewählt, sondern aus Überzeugung: Den Ostdeutschen geht es nicht um Links oder Rechts, sondern um soziale Gerechtigkeit in Ostdeutschland. Man wirft den AFD-Wählern vor, es seien rechtsextreme, was Blödsinn ist. Solche Aussagen sollen nur dazu dienen, dass die Bürger die AFD nicht wählen – das ist Hetze gegen die AFD.

    Die AFD ist in Thüringen zweitstärkste Partei geworden, aber keiner der Parteien will mit der AFD eine Koalition bilden und lehnen sie ab. Wie die etablierten Parteien mit der AFD umgehen, finde ich nicht richtig, die AFD wird behandelt, als seien sie Schwerverbrecher: Man sollte der AFD eine Chance geben – dann wird man ja sehen, wie sie wirklich ist.

    Die CDU will immer der Sieger sein; dann sollte man alle anderen Parteien abschaffen und die CDU wäre dann eine Einheitspartie – wie die SED in der DDR.

    Wahlen sind eigentlich sinnlos, wenn keine Alternativen vorhanden sind.

    Gruß Wolfgang

  2. Günter Dedie sagt:

    Lieber Wilfried, schon der Satz am Anfang „… wo das Recht gleichermaßen angewandt wird auf Einwandernde wie auf Einheimische“ ist grottenfalsch:
    1. Bei einem Konflikt zwischen Migranten und Einheimischen ist der Einheimische „automatisch“ per Schuldvermutung ein Fremdenfeind und der Migrant per Unschuldsvermutung ein bedauernswerter Flüchtling.
    2. Wegen der völligen Überlastung der Gerichte in den Multikulti-Brennpunkten wie Berlin ist die Anwendung des Rechts sowieso bis auf weiteres ausgesetzt.

  3. Johann Wolfgang Goethe sagt:

    In beiden Punkten gebe Dir recht, Günter Dedie!

    Gruß Wolfgang

  4. Wilfried Müller sagt:

    Lieber Günter, Du hast den grottenfalschen Satz nicht von Anfang an gelesen: „Sie verweigern die Rückkehr zu regulären Verhältnissen … wo das Recht gleichermaßen angewandt wird auf Einwandernde wie auf Einheimische“. Ich hab das noch ergänzt um den Artikel von morgen Zweierlei Maß – Asylimmigranten bessergestellt als Deutsche.

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