Thema Sacco-Syndrom. Was sagt die DGPPN dazu?

Thema Religionsschäden: Was sagt die Dachorganisation unserer Experten für die Seele, die DGPPN zu dem Thema?       von Frank Sacco (Bild: Sacco)

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, DGPPN, bekräftigt mich in meiner Psychiatrie- und Religionskritik. Sie schreibt mir, „Fundamentalistische“ Inhalte der Religionen seien anzugehen und so geschädigte Patienten müssten wieder auf den Boden der „Realität“ zurückgebracht werden.

Man teilt mir von der Geschäftsstelle mit,  Religion spiele in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung  eine „immer größere Rolle“. Man habe das Thema daher in den „jährlich stattfindenden Kongress“ aufgenommen. Seit 2013 habe man  sogar ein Referat eingerichtet: „Religiosität und Spiritualität“. Dieses Referat gab 2016 ein Positionspapier heraus.

Der Inhalt:

Die Datenlage sei insgesamt „dünn“. Man brauche daher eine Forschung, wann Religiosität als ein „Belastungsfaktor“ wirke. Das sei noch nicht „ausreichend fachlich reflektiert“. Von kirchenbedingten „Erkrankungen“ spricht man nicht, denn das Referat ist kirchenfreundlich besetzt worden.

Die  „Erfassung religiöser Überzeugungen“  müsse heute zur Anamnese gehören. In der Akutpsychiatrie sei eine Einbeziehung religiöser Themen „erforderlich“. Sei eine Religion fanatisch oder fundamentalistisch,  so müsse (!) der Patient mit „den geltenden Regeln des Realitätsprinzips konfrontiert werden“. Es müssten dann Grenzen geschützt und wiederhergestellt werden!

Man hält es für geboten, dass sich die Psychiatrie „stärker mit diesem Thema beschäftigt als bisher“.  Die Fortbildung müsse „verbessert werden“. Meine „Analyse der Psychoanalytiker und der Kirchen“, die ich der DGPPN im Jahr 2009 übermittelte, ist also verstanden worden.

„Religiöse Intervention“, gemeint sind hier Dinge wie Gebet, Vergebungsrituale etc., will man in der Therapie nicht. Seelsorgerisch solle ein kassenärztlicher Behandler also nicht tätig werden. Die von der psychologischen Therapie eingeschalteten kirchlichen Seelsorger sollten aber „ihr psychiatrisches und psychotherapeutisches Grundwissen verbessern“ so die Forderung.

Es wird also viel Unwissenheit im eigenen Fachgebiet zugegeben. In dieser zugegebenen Unwissenheit stellt man jedoch plötzlich die Aussage: Die in „früheren Jahren“ vorherrschende Religionskritik und Pathologisierung von Religiosität sei „heute nicht mehr angemessen“. Das ist fachlich grundfalsch, sind doch die Religionen seit den achtziger Jahren zurück. Das Mittelalter ist zurück.  Zurück ist religiöser Fundamentalismus. Der Islam spricht Kindern heute die absolute Garantie bezüglich einer Höllenvermeidung im Fall eines Selbstmordattentates aus. Für einen 11-jähren Attentäter ist das Motiv zum Attentat nicht Eigennutz (72 Jungfrauen), es ist Angst.

Das ehemalige Oberhaupt der Evangelischen Kirchen Deutschlands, Bischof  N. Schneider, schreibt unseren Kindern, gewisse Sünder kämen nach Jesus Richterspruch in das „ewige Feuer“ – und diese „Botschaft“ sei „verstörend“. Nein, sie ist als Bedrohung mit ewiger Feuerfolter mehr als verstörend. Sie macht unsere Kinder krank. Auch ist ein von Jesus unterschriebener „Richterspruch“, das ergab meine Nachfrage beider EKD, gar nicht vorliegend. Die Aussagen bzw. Lehren der Kirchen sind überaus krankmachend und völlig illegal (§241 StGB, GG Art. 1, Europäische Menschenrechtsvereinbarung). Sie führen Kinder in ein Sacco-Syndrom. Der Kirchenautor Hans-Werner Deppe meint gar, in Jesus Hölle  könne Jesus  es bis zu 6000 Grad heiß werden lassen und man werde dort „froh“ sei um jedes „nicht brennende Körperteil“. Schlimmer als unter „Hitler“ werde es dort sein, meint Deppe. Sein  Werk wurde hier im Nachbarort Bergen an Kinder kostenlos verteilt. Das Entsetzen vieler Mütter war groß.

 

Frank Sacco ist Autor von Das Sacco Syndrom und Autor der Bücher

Dieser Beitrag wurde unter Weltanschauungen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Responses to Thema Sacco-Syndrom. Was sagt die DGPPN dazu?

  1. Klarsicht(ig) sagt:

    Was ich zum Thema beitragen kann und möchte, ergibt sich aus meinem neuen „Text-Video“, was sich im folgenden Link befindet.

    Wird Intellekt u. Gefühlsw. v. Kindern u. Jugendl. durch „religiöse Ideologien“ „vergewaltigt“ ?:
    https://www.youtube.com/watch?v=Nd7F_mtVyj8

    Gruß von
    Klarsicht(ig)

  2. Wilfried Müller sagt:

    Danke für das Video, Klarsicht. Ich glaube nicht, dass die Menschenrechtsverletzung nur noch nicht bewusst ist. Die wissen das tun tuns trotzdem. Wir müssen Frank Sacco helfen, das anzuprangern.

  3. Frank Sacco sagt:

    Ich stecke voll in meiner Arbeit zum Erhalt meiner Approbation als Arzt. Die Behörde will meine Urkunde. Begründung: Ich würde mich mit Patienten über ihre Jenseitsängste unterhalten. Daher sei ich eine „Gefahr“ für Patienten. Meine Persönlichkeitsrechte wurden mir von Frau Behme von Niedersächsischen Zweckverband zur Approbationserteilung bereits entzogen. Der Staat handele hier in Notwehr. Behme habe jetzt „hoheitliche Aufgaben“ zu erfüllen. Um das tun zu können, log sie 3x nachweislich. Sie lügt gedruckt. Euer Dr. Rolf Reitis, alias Sacco

    • Johann Wolfgang Goethe sagt:

      Die Gefahr geht eher von dieser Klinik und der Behme aus – auch von den Äruten, die hinter diesen Machenschaften stehen.

      Gruß Wolfgang

  4. Wilfried Müller sagt:

    Auf mein Protestschreiben an Behme ist keine Reaktion erfolgt. Ich stehe weiter zu Frank Sacco.

    • Johann Wolfgang Goethe sagt:

      Auch bei mir gab’s von der Behme keine Reaktion auf meinen Protest.

      Gruß Wolfgang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.